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Profildichtungen

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Sie haben noch Fragen? Unsere Fachberater für Profile helfen Ihnen gerne weiter!

In vielfältigen Varianten, für Sie maßgefertigt

Sie suchen einen Lieferanten für Profildichtungen aus EPDM, Silikon, CR oder TPE. Die möglichen Einsatzbereiche sind vielfältig und reichen von den erneuerbaren Energien und dem Anlagen-, Maschinen- und Gerätebau über die Klima- und Lüftungstechnik und den Containerbau bis hin zur Automobilindustrie und vielen anderen. Wenn Sie mittlere bis große Auflagen – individuell gefertigt – benötigen und auf höchste Qualität direkt vom Hersteller setzen, dann wenden Sie sich an KREMER! Wir liefern Ihnen endlos extrudierte Profildichtungen als

und zahlreiche andere Varianten. Die Flexibilität in puncto möglicher Geometrien, Formen und Materialkombinationen ist unglaublich hoch. So bieten wir Ihnen neben einkomponentigen auch mehrkomponentige Profildichtungen – sowohl als klassische Hart-Weich-Gummiprofile als auch Profile in Kombination von massiven Gummiprofilen und Geometrieanteilen aus Moosgummi. Für anspruchsvolle Aufgaben können wir Ihr Dichtungsprofil auch beflocken, beschichten oder mit Haftschmelzkleber oder Selbstklebefolie ausstatten. Der Vielfalt sind nahezu keine Grenzen gesetzt.

Ob Sie Gummi-Profildichtungen verwenden möchten

  • als Kantenschutz,
  • zur thermischen Dämmung,
  • zum Lärmschutz,
  • als Antiknarzprofil im Automobilbau oder
  • in anderen Einsatzbereichen

– wenden Sie sich an uns! Als Spezialist für maßgefertigte Profildichtungen sind wir in der Lage, Ihnen die exakt zu Ihrem Einsatzzweck passende Variante zu liefern. Und mithilfe unseres Toleranzrechners ermitteln Sie mit wenigen Klicks die zutreffenden Toleranzangaben für Ihr Dichtungsprofil.

Dichtungstechnik ist so vielseitig wie es die Anforderungen sind. Setzen Sie auf den Wissensschatz unserer Dichtungsexperten – sie greifen auf einen Fundus an Erfahrung zurück, den wir gerne an Sie weitergeben. Lassen Sie uns deshalb über Ihre Anwendung sprechen, in denen Sie Profildichtungen einsetzen möchten. Gerne erstellen wir Ihnen ein individuelles Angebot!

Zahlen – Daten – Fakten

Informatives aus dem Hause KREMER

6.400 m²

Icon: Grundstücksfläche

Grundstücksfläche

0,49 %

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Reklamationsanteil gelief. Warensendungen

0 Stück

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Anzahl meldepflichtigter Umweltunfälle

44

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Anzahl Mitarbeiter

Maßgefertigte Profildichtungen? Darum KREMER!

Drei Punkte, die Sie von uns als Lieferant für Profildichtungen erwarten dürfen:

Aufzählungszeichen 1

Fundiertes Know-how

Fundiertes Know-how

Sowohl unsere Kunden, die bereits genau wissen, was sie für eine Profildichtung benötigen, als auch jene, die für die Auswahl fachlich unterstützt werden wollen, schätzen das Know-how des Teams von KREMER. Unsere Mitarbeiter denken sich in Ihre Prozesse ein und kennen sämtliche Details und Feinheiten, auf die es im Bereich der Dichtungsprofile ankommt. So sind wir in der Lage, Ihnen auf Basis unserer langjährigen Erfahrung in der Dichtungstechnik auch bei schwierigen Herausforderungen die passende Lösung zu bieten. Diese Kombination von Service und Know-how hat sich während der 50-jährigen Unternehmensgeschichte von KREMER immer wieder bewährt.

Aufzählungszeichen 2

Kurze Fristen

Schnelles Angebot, kurze Lieferfristen

Schnelle, transparente und aussagefähige Angebote sind eine weitere Stärke von KREMER. Bei den meisten unserer Kunden spielt Zeit eine große Rolle, da wichtige Produktions- und Lieferprozesse in ihren Unternehmen von der schnellen Verfügbarkeit von Profildichtungen abhängen. Deshalb arbeiten unsere Mitarbeiter effizient und flexibel: Sobald uns Ihre Anfrage mit allen Anforderungen und Parametern erreicht hat oder Sie persönlich mit unseren Fachberatern gesprochen haben, erstellen wir Ihnen in der Regel innerhalb von 24 Stunden ein individuelles Angebot. Wir streben bei allen Profildichtungs-Aufträgen, nach Vorliegen aller relevanten Daten, eine kurzfristige Lieferzeit an.

Aufzählungszeichen 3

Herausragende Qualität

Produktqualität für höchste Ansprüche

Gerade bei Profildichtungen, bei denen es so viele Geometrie- und Materialvarianten gibt, kommt es auf die perfekte Abstimmung auf den jeweiligen Anwendungsbereich an. Entsprechend hoch sind daher auch Ihre Ansprüche an die Qualität – nicht zuletzt auch aufgrund der Rolle der Dichtungen hinsichtlich der Prozesssicherheit und Produktqualität in Ihren Unternehmen. Damit wir Ihre strengen Spezifikationen und Anforderungen gewährleisten können, kommen für uns ausschließlich Zulieferer in Frage, die all dies zu 100% erfüllen. Wir sind nicht nur nach ISO 9001:2015 zertifiziert, sondern achten bei der Wahl unserer Zulieferer ebenso auf ökologische und ethische Kriterien.

Anfrage Profildichtungen

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Anwendungsbeispiele Profildichtungen

Komprimierbares Dichtprofil, einseitig selbstklebend, mit gleitender Oberfläche

Unser Kunde war auf der Suche nach einer selbstklebend ausgerüsteten Profildichtung, die sich gut komprimieren lässt und eine Materialoberfläche mit geringem Gleitreibbeiwert aufweist. Alle Tests mit Wettbewerbsprodukten sind im Vorfeld daran gescheitert, dass die üblichen Profile eine in Längsrichtung ausgeübte Relativbewegung im Moment des Verrastens der Tür nicht schadlos überstanden.

Um die vom Kunden gewünschten Anforderungen

  • einklebbar,
  • komprimierbar und
  • ein Werkstoff mit gleitender Oberfläche

erfüllen zu können, hat das KREMER-Team folgende Zusammensetzung gewählt:

Eine EPDM Zellkautschukplatte auf einer Seite mit einer Selbstklebefolie ausgerüstet (im Bild das abziehbare gelbe Schutzpapier der Selbstklebefolie). Die gegenüberliegende Kontaktseite zur Tür wurde mit einer PET-Folie kaschiert.

Zelliges Material lässt sich abhängig von der Dichte unterschiedlich leicht komprimieren, Vollgummimaterial dagegen nur unter Druck verdrängen oder die gewählte Profilgeometrie verformen.

Für die Ausrüstung mit einer Klebefolie bzw. einer PET-Folie werden keine Spezialwerkzeuge notwendig. Mehr noch – wir konnten auf die höheren Maschinenkosten einer 2-Komponenten-Extrusionsanlage verzichten. Vorteile, die insbesondere bei kleinen bis mittleren Bedarfszahlen überzeugen.

Polycarbonatverträgliche TPE-Profile mit Hotmeltkleber als Montagehilfe

Wenn normale Einsatzbedingungen – Standard-Raumtemperaturen, normale Luftfeuchtigkeit – gegeben sind, ist TPE als Werkstoff für Profile eine gute Alternative zu EPDM. Die Vorteile liegen vor allem in der

  • Preisgestaltung,
  • dem maschinell geringeren Verarbeitungsaufwand und
  • der Umsetzung konkreter Farbvorgaben des Kunden.

Der Kunde bat uns um Unterstützung bei der Auslegung eines farbigen Profils, das an einem Urinalbecken aus Polycarbonat verbaut werden sollte.

Konstruktionsbedingt verfügt das Kunststoffbecken über unterschiedlich breite Wanddicken. Eine weitere Anforderung war: unterschiedlich große Biegeradien des anzubringenden Profils mussten konstruktiv berücksichtigt werden. Um Montagezeiten an der Baustelle zu reduzieren, wollte der Kunde das TPE-Profil bereits vor der Wandmontage des Beckens aufstecken können. Das Profil durfte außerdem keine Spannungsrissbildung beim Polycarbonat auslösen.

Um Spannungsrissbildung bei Polycarbonat zu vermeiden muss speziell auf Rezepturbestandteile wie z. B. Weichmacher geachtet werden. Der von uns gewählte TPE-Werkstoff zeigt sich hier unproblematisch. Der Einsatz eines Hotmeltklebers war die perfekte Lösung für die Aufgabenstellung, um das Profil vor der Befestigung am Fliesenspiegel verliersicher vormontieren zu können. Auf den Einsatz eines klassischen Klemmprofils konnte verzichtet werden, wodurch das Profil eleganter wirkt.

Den optimalen Profilquerschnitt ermittelten wir schnell und effizient über das Rapid Prototyping. Mit nur wenigen Änderungen des Profilquerschnitts konnten wir das Verhalten des Profils beim Biegen optimieren. Damit war gewährleistet, dass die Dichtlippe des Profils am Fliesenspiegel perfekt anliegt.

Prüfung der Spannungsrissbeständigkeit von Elastomeren für Dichtungen und Dichtprofile im Gewächshausbau

Dichtungen in Gewächshäusern sind sehr vielen ungünstigen Bedingungen ausgesetzt. Eine hohe Luftfeuchtigkeit und hoher Ozoneinfluss liegen vor, sie müssen sehr robust sein und maximal viel Licht durchlassen. Wir sollten im Auftrag unseres Kunden die Spannungsrissbeständigkeit prüfen.

Vorgehensweise:

Prüfung von drei Elastomermischungen. Diese Elastomermischungen wurden danach ausgewählt, ob sie für den Anwendungsfall einer statischen Dichtung im Gewächshausbau geeignet sind.

Einseitig waagerecht eingespannte PMMA-Biegestäbe werden auf der Oberseite der Prüfkörper mit den jeweils zu prüfenden Elastomerprodukten (Profile/Elastomerplattenmaterial) möglichst vollflächig in Kontakt gebracht. Am anderen Ende der Probekörper wird ein definiertes Gewicht angehängt. So entsteht an der Einspannstelle eine Zugspannung von 30 MPa.

Die Spannung nimmt mit zunehmender Entfernung von der Einspannstelle linear bis zum Wert Null ab. Die Probekörper und die darauf befestigten Elastomerproben werden 24 Stunden bei 50°C der Zugspannung ausgesetzt.

Nach Ablauf der Prüfdauer werden die Elastomerproben entfernt und der Abstand von der Einspannstelle gemessen, an der ein erster Spannungsriss als sogenanntes Silberfischchen zu erkennen ist. Die Entfernung zur Einspannstelle ist aufgrund des linearen Spannungsabfalls mit der größten Spannung gleichzusetzen, die an erster Stelle einen Riss im transparenten Kunststoff PMMA ausgelöst hat – die sogenannte Grenzspannung.

Erreichte Grenzwerte von >15 MPa geben eine relativ große Sicherheit, dass der elastomere Werkstoff einer statischen Dichtungen im Kontakt mit PMMA keine Spannungsrissbildung auslöst.

Die Rezeptur der Elastomermischung, mit der eine Grenzspannung von 18 MPA erreicht werden konnten, wurde für die Bemusterung der Profildichtung zu Grunde gelegt.

Wichtig!
Werden die Produktzusammensetzungen der beiden im Kontakt stehenden Dichtungspartner verändert oder ändern sich diese aufgrund von Alterungsprozessen und Witterungseinflüssen, kann es zu Abweichungen vom Prüfergebnis kommen.

Verfahrensbeispiel: Rahmendichtung

Schneidevorrichtung TPE-Profil

Produktanforderung: Ein TPE-Profil mit sehr dünnen Dichtlippen, 15 mm Breite und 12 mm Höhe, muss auf Gehrung (45°-Schnitt) zugeschnitten werden, um daraus einen rechteckigen Profildichtungsrahmen kleben zu können.

Besonderheit: Der Querschnitt der Profildichtung ist mit einer dünnen Lippe versehen. Das verwendete TPE-Material ist zudem sehr weich. Dies erfordert besondere Vorsicht und Präzision beim Schneiden. Es besteht die Gefahr, dass die Profilgeometrie beim Schneiden verformt wird und das erzielte Schnittbild des Gehrungsschnittes nicht zum Verkleben geeignet ist.

Die Lösung: Die Techniker von KREMER konstruierten und realisierten eine Schneidvorrichtung im 3D-Druck binnen weniger Stunden. Die Konstruktion stellen wir Ihnen anhand eines CAD-Modells vor.

Die gedruckte Schneidvorrichtung führt das dünnlippige Profil und richtet es aus. An der Stelle, an der das im 45° Winkel gedrehte Schneidmesser eintaucht, befindet sich das Dichtungsprofil. Das Profil wird so von allen Seiten gestützt. Es befindet sich in einer stabilen Lage. So vermeiden wir ein Umschlagen oder eine Deformation der dünnen Dichtlippe.

Der Zuschnitt der Meterware erfolgt maschinell; das Verkleben zum Rahmen wird von erfahrenen Werkerinnen in Handarbeit vorgenommen.

KREMER Berechnungstools

Bevor Sie die Toleranzberechnung starten, müssen Sie wissen oder definieren, aus welcher Art von Gummi das Profil gefertigt werden soll. Sie haben die Wahl zwischen der Toleranzberechnung von Profilen aus Festkautschuk (Vollgummi) oder Profilen aus einem zelligem Kautschuk (Moosgummi).

Toleranzberechnung für Profile aus Gummi
Toleranzberechnung für Profile aus Moosgummi

Wissenswertes über Profildichtungen, ihre Herstellung und Eigenschaften

Was ist eine Profildichtung?

Eine Profildichtung – auch „Dichtungsprofil“, „Dichtprofil“ oder kurz „Profil“ genannt, ist eine aus einem oder mehreren Werkstoffen bestehende, endlos gefertigte Dichtung, welche ein charakteristisches Querschnittsprofil besitzt. Die möglichen Geometrien – und damit auch die Einsatzgebiete von Profildichtungen – sind enorm vielfältig. Deshalb sind sie in etlichen Branchen und Industrien, aber auch sehr häufig im Privatbereich in verschiedensten Anwendungsfällen zu finden.

Wie werden Profildichtungen hergestellt?

Profildichtungen werden mittels Extrusion hergestellt. Vom lateinischen „extrudere“ für ‚hinausstoßen‘, -treiben‘ abgeleitet, wird das Prinzip des Extrusionsverfahrens bereits am Begriff deutlich: ein verformbarer Werkstoff wird in sogenannten Extrudern unter Druck und oft auch bei hoher Temperatur kontinuierlich durch eine formgebende Öffnung gepresst. Die Öffnung – auch als Matrize, Düse oder Mundstück bezeichnet – erzeugt die gewünschte Geometrie des Profils. Dabei ist zu beachten, dass das unter Druck durch das Mundstück ins Freie hinaus gepresste Material sich wieder entspannt und daher im nun drucklosen Bereich aufquillt. Das Quellverhalten unterscheidet sich von Material zu Material, sodass die Matrizen für unterschiedliche elastomere Werkstoffe, Kunststoffe und thermoplastische Elastomere dem Quellverhalten angepasst werden müssen.

Bei der Extrusion entstehen Körper, die eine beliebige Länge haben können. Im Allgemeinen wird das Produkt selbst als Extrudat bezeichnet. Neben dem Spritzgießen, wie es bei etwa bei Formteilen beziehungsweise Spritzgussteilen angewandt wird, hat sich die Extrusion als wichtiges Verfahren zur Produktion von Kunststoffartikeln aus Elastomeren, thermoplastischen Elastomeren und Kunststoffen etabliert.

Wie läuft das Extrusionsverfahren bei Profildichtungen ab?

Am Beispiel eines Schneckenextruders stark vereinfacht beschrieben: Der zur Profilherstellung nötige Druck wird mittels der im sogenannten Schneckenzylinder befindlichen Extruderschnecke erzeugt. Der Nenndurchmesser des Schneckenzylinders und der Außendurchmesser der Schnecke sind nahezu identisch. Der Antrieb, meist ein Elektromotor mit Getriebeeinheit, sorgt für die Rotation der Schnecke.

Nimmt man die Extruderschnecke in den Fokus, so lässt sich diese in drei Bereiche mit jeweils unterschiedlicher Bewandtnis einteilen. In der sogenannten Einzugszone, die im hinteren Teil des Schneckenzylinders verortet ist, wird das zu extrudierende Material – etwa in Form von Pulver, Granulat oder Fütterstreifen – über einen Trichter eingespeist. Diesen Vorgang bezeichnet man als „Fütterung“.

Kommen zur Extrusion von Profilen mehrere Komponenten, wie etwa Masterbatches (Kunststoffadditive in Granulatform als Färbemittel zum Einsatz, so muss ihre Dosierung besonders genau und reproduzierbar sein. Dabei wird je nach Regelungsmechanismus zwischen gravimetrischen und volumetrischen Dosierungen unterschieden.

Die Rotation der Schnecke befördert das Material nun zur Kompressionszone weiter. Hier wird es durch die verringerte Gangtiefe der Schnecke weiter verdichtet, wobei auch der für den Austrag nötige Druck aufgebaut wird. In der Austragszone, auch Meteringzone genannt, wird ein zum Werkzeug homogener Materialstrom erzeugt.

Bei der Extrusion von Elastomeren sind die Verarbeitungsparameter denen der Kunststoffverarbeitung entgegengesetzt. Wird bei der Extrusion von Kunststoffen der Werkstoff im Extruder erhitzt und nach Verlassen des Extruders und Durchlaufen der Matrize abgekühlt und gegebenenfalls kalibriert, wird bei der Extrusion von Elastomeren der Werkstoff in der Schnecke nur so weit erwärmt, dass dieser verflüssigt wird.

Nach Austritt aus der Matrize wird der in Form gebrachte, zähe Strang sofort mit Hitze (IR-Strahler, Mikrowelle oder Salzbad) beaufschlagt, um eine Vulkanisation anzustoßen. Erst am Ende der Temperstrecke, bei der kein Druck auf das Profil einwirkt, ist der elastomere Werkstoff zu einem elastischen und endlosen Strangprofil ausvulkanisiert.

Das in kontinuierlicher Weise aus durch Werkzeug gedrückte Material wird im nächsten Schritt gegebenenfalls der Kalibrierung zugeführt. Bei der Kalibrierung handelt es sich um eine Einheit, die dem Extruder nachgeschaltet ist. Sie besitzt die Funktion, das jetzt noch heiße, schmelzeflüssige Kunststoffextrudat auf die späteren Maße zu fixieren. Dazu wird in der Regel ein Vakuum eingesetzt, damit der Kontakt des heißen Materials zu der gekühlten Innenwand des Kalibers gewährleistet ist und abkühlt. Abhängig vom Produkt wird hierbei außerdem zwischen der Vollprofil- und Hohlprofilkalibrierung unterschieden.

Der noch heiße Strang aus Polymerschmelze wird bei der Kalibrierung auf eine Temperatur heruntergekühlt, bei der es nachträglich nicht mehr möglich ist, ihn zu verformen. Die vollständige Abkühlung des Profilstrangs erfolgt schließlich in der nachgehenden Kühlstrecke. In den letzten Schritten der Kunststoff-Extrusionslinie werden die meist starren Profile anschließend je nach Endprodukt abgezogen und auf die benötigte Länge gesägt. Extrudate aus weicheren Materialien können je nach Steifigkeit gewickelt oder gespult werden.

In der Regel werden Profile als Meterware eingesetzt, zu Abschnitten konfektioniert, zu Ringen verklebt, Stoßvulkanisiert oder zu Rahmen eckenvulkanisiert. Werden beispielsweise Dichtungsrahmen benötigt, werden extrudierte Endlosprofile in den Ecken mit einem Spritzguss-Formteil zu Rahmen „zusammenvulkanisiert“.

Welche Profildichtungen gibt es?

Wie eingangs erwähnt ist die Vielfalt der Profilformen und -querschnitte sehr groß. Es würde jeden Rahmen sprengen, sämtliche Varianten und Kombinationsmöglichkeiten aufzuführen. Die Auswahl reicht von einfachen, sehr gängigen Grundformen wie z. B.

  • Rund-Profile
  • Halbrund-Profile
  • C-Profile
  • D-Profile
  • E-Profile
  • H-Profile
  • T-Profile
  • Vierkant-Profile

über Nuten-, Zargen-, Rand- und Einsteckprofile, bis hin zu Spezialausführungen mit ganz individuell gestalteten Geometrien.

Darüber hinaus können Dichtprofile als Hohlkammer-, Schlauch-, Massivgummi-, Moosgummi- oder Mehrkomponentenprofile mit Hart- und Weich- oder Moosgummianteil gefertigt werden.

Moosgummi, ein aus Chloropren, EPDM, NR, NBR oder vergleichbaren synthetischen Kautschuken hergestelltes Elastomer, erhält dank der im Herstellungsprozess zugesetzten Treibgase eine porige Struktur mit überwiegend offenen Zellen und einer dichten Außenhaut. Dadurch erhält es eine hohe Druckelastizität und ein gutes Rückstellungsvermögen. Nach einer Dehnung oder Stauchung kehrt das Material annähernd in den Ausgangszustand zurück, wodurch sich viele Toleranzen überbrücken lassen. Was sich nicht in die Ausgangsform zurückbildet wird als Druckverformungsrest bezeichnet.

Ist etwa eine prozesssichere, schnelle Montage des Profils gefragt und müssen die Schließkräfte eines Deckels, einer Klappe oder einem anders gearteten Verschluss so gering wie möglich gehalten werden, wäre beispielsweise ein massives Trägerprofil in Kombination mit einem weichen Moosgummi eine ausgezeichnete Wahl.

Beim Verbau von weicheren oder dünnen Profilen droht das sogenannte Längen, und damit eine unerwünschte Wellen- oder Faltenbildung auf den "letzten Metern". Hier bietet sich bei geeigneter Geometrie der Einbau von Kunststofffäden als Zugentlastung an. Wird hingegen eine zusätzliche Stabilisierung, z. B. von Klemm- oder Kantenschutzprofilen und ein verringerter Montageaufwand gefordert, können sie mit Metalleinlagen aus nichtrostendem Stahl versehen werden. Darüber hinaus können Profile individuell beflockt, beschichtet oder mit Haftschmelzkleber oder Selbstklebefolie ausgerüstet werden.

Beispiele wie diese zeigen, dass bei aller Formenvielfalt die Werkstoffauswahl optimal mit der Auslegung der Profildichtung und ihren Einsatzbedingungen harmonieren und im Vorfeld sorgfältig bedacht werden muss.

Wo und wie kommen Profildichtungen zum Einsatz?

So groß die Auswahl der Formen, Querschnitte und Geometrien von Profildichtungen ist, so vielfältig sind auch ihre Einsatzgebiete. Typische Branchen, in denen Gummiprofile verwendet werden, sind unter anderem

und viele andere. Neben der sicheren Abdichtung, etwa gegen Gase, Staub oder flüssige Medien, dienen Profildichtungen oft noch zusätzlichen Funktionen: Als Kantenschutz verringern sie die Verletzungsgefahr und/oder vermeiden anderweitige Beschädigungen. Eine entsprechend ausgelegte Profildichtung vermag aber auch den Zweck der thermischen Dämmung oder des Lärmschutzes zu erfüllen, zum Beispiel als Tür und Fensterdichtung in Gebäuden oder auch Fahrzeugen.

Im Fahrzeugbau dienen sie unter anderem als Antiknarzprofil oder als Tür- oder Fensterdichtung von Lkw, Pkw oder Wohnmobilen. Im Bereich der erneuerbaren Energien finden Profile auch als Gummiauflagen für Laminatklemmen und als Modul-Mittelklemmen Anwendung. Und nicht zuletzt schützen Profildichtungen das Innere etlicher elektrischer Geräte vor Feuchtigkeit, Staub und Verschmutzungen.

Aus welchen Werkstoffen werden Profildichtungen hergestellt?

Da Profildichtungen in so vielen verschiedenen Einsatzbereichen benötigt werden, ist auch die Palette an geeigneten Werkstoffen und Werkstoffkombinationen sehr groß. Nicht zuletzt will auch die Werkstoffauswahl optimal an den Einsatzzweck angepasst sein.

Zunächst einmal lassen sich Dichtprofile aus allen gängigen Gummiwerkstoffe herstellen, wie zum Beispiel

aber auch aus Weich-PVC und thermoplastischen Kunststoffen und thermoplastischen Elastomeren, kurz TPE.

EPDM-Profile sind beispielsweise ausgezeichnet beständig gegen Chemikalien, Heißwasser, Dampf, polare Lösungsmittel, sowie gegen Witterungseinflüsse, Alterung und Ozon. Sie zeichnen sich außerdem durch hervorragende elektrische Isolationseigenschaften, sowie durch eine sehr gute Hitzebeständigkeit und eine gute Kälteflexibilität aus. Allerdings weisen sie nur eine geringe Beständigkeit gegenüber aliphatischen und aromatischen Kohlenwasserstoffen auf, z. B. Kraftstoffe, Benzin und Mineralöl.

Dagegen sind NBR-Profile beständig gegen mineralische Öle und Fette, gegen Versprödung sowie auch gegen den Einfluss von Hitze, Kälte, aber auch Witterung und Alterung nach Zusatz von Ozon- und Alterungsschutzmitteln. Allerdings sind Profile aus NBR dampf- und gasdurchlässig und nicht beständig gegen Säuren, Basen, Ketone und Alkohole.

Silikonprofile werden hingegen für Anwendungen ideal, in denen buchstäblich flexible Materialeigenschaften gefragt sind. Dazu zählt zum Beispiel ein großer Temperatur-Einsatzbereich von -55 bis +210 °C. Zudem weisen Profile aus Silikon eine gute elektrische Isolationsfähigkeit auf, sind lebensmittelecht und zudem noch beständig gegen Ozon und Witterungseinflüsse.

Bei Profilen aus Weich-PVC hängen die Eigenschaften stark von den während des Herstellungsprozesses hinzugefügten Weichmachern ab. Diese können die Materialeigenschaften gezielt verändern und an den Anwendungszweck angepasst werden. Daher gestaltet es sich als schwierig, eine allgemeine Aussage über die Eigenschaften von Weich-PVC zu treffen. Allerdings lässt sich sagen, dass sich dank optimal gewählter Stabilisatoren sowie Pigmenten hoher Qualität sehr farbechte und wetterbeständige PVC-Rezepturen erreichen lassen, welche ohne Bedenken mehrere Jahre im Außenbereich eingesetzt werden können. Profile aus Weich-PVC sind außerdem schwer entflammbar und selbstlöschend. Auch diese Eigenschaft lässt sich in ihrem Grad abhängig von der Menge der eingesetzten Weichmacher einstellen, ebenso wie ihre chemische Beständigkeit.

Im Hinblick auf die Vermeidung von Spannungsrissbildung muss beim Einsatz von Profilen in Kombination mit transparenten Kunststoffen wie Polycarbonat (PC) oder Polymethylmethacrylat (PMMA) (besser bekannt unter dem Markennamen Plexiglas® oder dem Begriff Acrylglas) auf Werkstoffe zurückgegriffen werden, die damit verträglich sind. Spannungsrisse in Kunststoffscheiben oder ähnlichen Objekten werden im Fachjargon aufgrund ihres Aussehens im Entstehungsprozess von Rissen als „Silberfischchen“ bezeichnet. Um ihre Bildung zu vermeiden, ist der Einfluss der Elastomermischungen in einem Kurzzeitstandversuch individuell zu beurteilen.

Weiterführende Informationen

Selbstklebefolie als Montagehilfe bei Dichtungen

Der Einsatz von Selbstklebfolie bei Elastomeren-Produkten kann aus mehreren Gründen hilfreich für den Anwender sein. Selbstklebend konfektionierte Dichtungen werden unter anderem bei Überkopfverbau einer Dichtung oder als Verliersicherung beim Transport vormontierter Baugruppen eingesetzt.

Wenn Dichtungen, speziell Profildichtungen mit Selbstklebefolie als Montagehilfe für den Einbau eingesetzt werden, bedeutet dies, dass die Selbstklebefolie nach dem Verbau keinen Einfluss auf die Funktion der Dichtung nimmt.

Gestanzte Dichtungen selbstklebend auf Folie sind eine komfortable Lösung, die die Montage vereinfacht und sicherer macht. Falls die Klebfolie eine andere Funktion als die einer Selbstklebefolie für Montagezwecke haben soll, dann muss dies in der Anfrage explizit zum Ausdruck kommen. Unsere Produktberater werden die Hinweise über den Verwendungszweck sorgfältig prüfen und im Angebot entsprechend der Möglichkeiten ausführen.

Neben der ordnungsgemäßen Verarbeitung und Handhabung der Selbstklebefolie in der Produktion des Dichtungsherstellers spielt die Lagerung der elastomeren Fertigprodukte beim Kunden eine mitentscheidende Rolle über die Haltbarkeit der selbstklebend ausgerüsteten Produkte aus Elastomeren und Silikon.

Die richtige Verarbeitung

  • Für ausreichenden und gleichmäßigen Anpressdruck sorgen.
  • Verarbeitungswerkzeuge (auch die Hände) müssen trennmittelfrei sein.
  • Bei extremen Belastungen von Klebestellen ist zu berücksichtigen, dass die Maximalklebkraft erst nach ca. 24 Stunden erreicht wird.
  • Permanente Spannungseinwirkung auf die Verklebung vermeiden.

Untergrund:

  • Keine Untergründe bekleben, auf denen sich Silikone, Paraffine oder Wachse befinden.
  • Keine Lacke mit Klebkraft mindernden Zusätzen verarbeiten.
  • Staubfreiheit sicherstellen.
  • Weichmacherfreiheit sicherstellen.
  • Für trockene Oberflächen sorgen.
  • Möglichst glatte, geschlossene Oberflächen bekleben.
  • Chemische Reaktionen der Oberflächen ausschließen.

Temperatur:

  • Verklebungstemperatur ist optimal zwischen 20 und 30°C in trockenen Räumen.
  • Möglichst nicht unter 10°C arbeiten.
  • Lagertemperatur bei 18°C und ca. 55% relativer Luftfeuchtigkeit.

Einflüsse, die die Klebekraft der Selbstklebefolie beeinträchtigen:

  • Hohe Luftfeuchtigkeit, Fette, Öle, Staub und/oder Schmutz auf den Oberflächen der zu beklebenden Teile.
  • Weichmacherwanderung.
  • Unsachgemäße Lagerhaltung (abweichend von der DIN 7716).

Lagerung und Haltbarkeit

Grundsätzlich gilt, dass für selbstklebend ausgerüstete Dichtungen nur eine begrenzte Lagerfähigkeit angenommen werden kann. Es kann sein, dass die Haltbarkeit der Folie kürzer ist als die Gewährleistungsfrist von 12 Monaten auf selbstklebend ausgerüstete Produkte. Daher ist es besonders wichtig, dass die Lager- und Verarbeitungshinweise eingehalten werden. Wir empfehlen, die selbstklebend ausgerüsteten Produkte innerhalb von sechs Monaten zu verarbeiten.

    Gewährleistungsbedingungen "Selbstklebend ausgerüstete Produkte"

    Das Produkt muss innerhalb von sechs Monaten nach Lieferung, bei Beachtung der oben genannten Lagertemperatur, Luftfeuchtigkeit und Verarbeitungshinweisen, verarbeitet sein. Für später verarbeitete Produkte kann keinerlei Haftung/Gewährleistung mehr übernommen werden.

    Download Produktinformation

    Für Sie im Downloadbereich: Infokarte "Profildichtungen"

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