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O-Ringe direkt vom Hersteller

Ihr O-Ring-Lieferant für Großserien in Industrie und Gewerbe

  • Kompetenz, wenn Sie sie brauchen – Beratung, wenn Sie sie erwarten
  • Persönlicher Service von der Anfrage bis zur Lieferung
  • O-Ring-Qualität, die höchste Spezifikationen erfüllt
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Ihr O-Ring-Lieferant für Großserien in Industrie und Gewerbe

Video-Vorschaubild O-Ring Härteprüfung
O-Ringe Härteprüfung

O-Ringe, die in puncto Werkstoff, Beständigkeit, Abmessungen und Toleranzen exakt zu Ihrer Anwendung und Umgebung passen finden Sie hier. Ihre O-Ring-Dichtungen müssen aus einem ganz bestimmten Material gefertigt sein, weil der Einsatzzweck oder die Prozesssicherheit es ganz klar erfordert, beispielsweise:

  • KREMER - Silikon O-Ringe grün
  • KREMER - O-Ringe aus rotem Silikon
  • KREMER - O-Ringe aus EPDM
  • KREMER - Weiße O-Ringe aus FFKM/Krevolast
  • KREMER - Rote O-Ringe aus Silikon
  • KREMER - Grüne O-Ringe aus FKM/FPM
  • O-Ringe aus Silikon, hitzebeständig mit Lebensmittelzulassung, einem sehr breiten Temperaturbereich und UV-beständig für den Einsatz in entsprechender Umgebung.
  • Oder vielleicht NBR O-Ringe, bei hohen Umgebungstemperaturen: HNBR, weil dieser O-Ring mit Ölen, Fetten und Kraftstoffen in Kontakt kommt.
  • Ihr Einsatzzweck erfordert eine Beständigkeit gegen Bremsflüssigkeit, Hitze in Wasser und Wasserdampf, entscheiden Sie sich für O-Ringe aus EPDM.
  • Wenn Sie für einen Anwendungsfall in Raffinerien oder in der chemischen Industrie suchen, prüfen Sie einen O-Ring aus FFKM / FFPM, beziehungsweise aus dem Werkstoff Krevolast® – unsere wirtschaftliche Antwort, wenn der Spezialwerkstoff FFKM eingesetzt werden muss.

Die Spezifizierung der O-Ring-Dichtung ist das eine – das andere ist ein persönlicher, kompetenter Ansprechpartner und ein zuverlässiger Lieferant, der schnell zur Stelle ist und attraktive Preiskonditionen bietet. Damit sorgen Sie bei sehr guter Qualität für die Einhaltung der vorgegebenen Budgets.

KREMER ist Ihr richtiger O-Ring-Lieferant

Drei gute Gründe, die Sie von uns überzeugen:

Kompetenz, wenn Sie sie brauchen – Beratung, wenn Sie sie erwarten

Als technischer Einkäufer möchten Sie mit Ihrem O-Ring-Lieferanten auf Augenhöhe kommunizieren können. Sie erwarten, dass er die speziellen Anforderungen an Ihre Anwendung und die technischen Feinheiten Ihres Produktes versteht und darüber hinaus über eine Produktexpertise verfügt. Fachliche Beratung im Bereich der Werkstoffauswahl, Shore-Härte, Beständigkeit, Montage, Lagerung und Lieferung sind bei KREMER Standard – damit Sie das technisch Machbare mit dem wirtschaftlich Sinnvollen verbinden können.

Unsere Kunden stammen international aus den unterschiedlichsten Branchen und Industrieunternehmen. In den über 50 Jahren haben sich unsere Fachberater ein enormes Wissen angeeignet, das wir Ihnen gerne zur Verfügung stellen. Dabei spielt es keine Rolle ob Sie eine Frage zur Funktionalität, zur Beschichtung oder zum Werkstoff haben. Unser Ziel ist es immer den für Ihre Anforderung perfekten O-Ring zu finden.

Persönlicher Service von der Anfrage bis zur Lieferung

Anbieter finden und kontaktieren, auf Angebote warten, Angebote vergleichen … als Einkäufer, der in einem Unternehmen für die Beschaffung von O-Ringen zuständig ist, läuft Ihnen oft die Zeit davon.

Wir wissen, dass Flexibilität, Liefertreue und -schnelligkeit für Sie enorm wichtig sind. Deshalb stehen Ihnen unsere O-Ring-Fachberater persönlich zur Verfügung, wenn Sie eine schnelle und präzise Auskunft benötigen – ein Anruf oder eine E-Mail genügt. Wenn Sie sich einen Überblick über unsere O-Ring-Produktpalette verschaffen und sofort erfahren wollen, ob Ihre gesuchte Abmessung als Standardabmessung zur Verfügung steht, bieten wir Ihnen unsere Schnellsuche für O-Ringe an. Das Suchergebnis zeigt Ihnen außerdem auch an, ob Werkzeuge für die Abmessungen vorhanden sind.

Dank der integrierten Lagerbestands- und Werkzeugliste erhalten Sie eine tagesaktuelle Übersicht über die sofort verfügbaren Dichtungen. Zudem können Sie Restmengen die kurzfristig geliefert werden können sofort bestellen. Sie wissen genau, welche Art O-Ring Sie benötigen? Dann nutzen Sie unsere bequeme O-Ring-Direktanfrage und beschreiben Sie uns Ihren Bedarf. In der Regel erhalten Sie werktägig binnen 24 Stunden ein Angebot bzw. Antwort von uns.

O-Ring-Qualität, die höchste Spezifikationen erfüllt

Sie müssen sich bei O-Ringen zu 100 Prozent darauf verlassen, dass die Dichtfunktion sowohl bei sachgemäßem Einsatz als auch unter schwierigsten Umgebungsbedingungen sichergestellt ist. Denn die Produktqualität oder Prozesssicherheit muss in Ihrem Unternehmen zu jeder Zeit voll und ganz gewährleistet sein ­– entsprechend hoch sind die Anforderungen an die Verarbeitung und Werkstoffqualität des O-Rings.

Nicht weniger anspruchsvoll sind wir bei der Auswahl unserer O-Ring-Zulieferer. Daher sind wir in der Lage, Sie auch mit O-Ringen mit Zulassungen für spezielle Anwendungen zu beliefern, wie z. B. bei Lebensmitteln (FDA, BfR), Trinkwasser (KTW, W270, WRAS, NSF) oder Gas (DVGW EN 549, EN 682). Selbstverständlich berücksichtigen wir auch eingeengte Toleranzen des Innendurchmessers oder der Schnurstärke.

Grundlage unserer präzise gefertigten O-Ringe sind die Normenblätter der ISO 3601-1 und der alten DIN 3771 Teil 4, die die Toleranzen für O-Ring-Abmessungen definieren. Sprechen Sie uns an, wenn es um Beschichtungen für O-Ringe als Montagehilfe oder dauerhafte Gleitbeschichtung geht oder Sie O-Ringe benötigen, die vollautomatisch montiert werden müssen. Auf Wunsch unterziehen wir die O-Ringe einer lasergesteuerten Härteprüfung nach IRHD.

Zahlen – Daten – Fakten

Informatives aus dem Hause KREMER

182.000.000

Icon: Anzahl gelieferter O-Ringe in 2020

Anzahl gelieferter O-Ringe in 2020

12.964

Icon: Realisierte Zeichnungsteile

Realisierte Zeichnungsteile

662

Icon: Anzahl aktiver Kunden in 2020

Anzahl aktiver Kunden in 2020

8,1

Icon: Umsatzanteil größter Kunde in %

Umsatzanteil größter Kunde in %

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Weitere Informationen zu O-Ringen

Wissenswertes über die ringförmigen Dichtungselemente

Was sind O-Ringe?

O-Ringe sind Dichtungselemente, die – wie ihr Name bereits verrät – einen kreisrunden Querschnitt besitzen. Andere Bezeichnungen und Schreibweisen dafür sind unter anderem Rundringe, Nullringe oder ORing bzw. Oringe. Sie können aus unterschiedlichsten Elastomer-Werkstoffen bestehen. Es gibt fast keinen Industriezweig, in dem O-Ringe nicht zur Anwendung kommen. Dies liegt vorrangig an dem hervorragenden Verhältnis zwischen Wirtschaftlich- und Leistungsfähigkeit dieser Dichtungen. Ihr symmetrischer Querschnitt, ihre einfache Konstruktion und ihr breiter Anwendungsbereich machen O-Ringe zu einem sehr vielseitigen Dichtungselement.

Obwohl sie eigentlich zur Kategorie der statischen Dichtungen gezählt werden, können O-Ringe auch in dynamischen Dichtungsanwendungen verwendet werden, sofern die Beanspruchung gering bleibt. Für ihren Einsatzzweck muss das Zusammenspiel aus Werkstoffeigenschaften und -qualität, Medienbeständigkeit, Shorehärte, Toleranzen und Abmessungen optimal gestaltet und ausgewogen sein. Die Abmessungen werden durch den Innendurchmesser (d1) und die Schnurstärke (d2) bestimmt.

Wie werden O-Ringe hergestellt?

Anhand ihrer einfachen Form kann abgeleitet werden, dass die industrielle Herstellung von O-Ringen relativ leicht vonstatten geht. Wenn hohe Stückzahlen produziert werden, kommt üblicherweise das Spritzgießen, das sogenannte „Injection Moulding-Verfahren“ zum Einsatz. Kommen hingegen sehr hochpreisige Werkstoffe zur Anwendung oder werden nur geringe Stückzahlen benötigt so erfolgt die Herstellung der O-Ringe mittels Formpressen, dem „Compression Moulding“-Verfahren.

Wie funktionieren O-Ringe?

O-Ringe haben einen symmetrischen, kreisrunden Querschnitt, weshalb sie als selbsttätiges, doppelt wirkendes Dichtelement verwendet werden können. Radiale oder axiale Anpresskräfte erzeugen die Anfangsdichtheit. Die Gesamtdichtpressung entsteht mit dem Hinzukommen des Systemdrucks und nimmt mit steigendem Systemdruck zu.

Der Tod eines O-Ringes

Die Suche nach der Schadensursache erinnert oft an eine forensische Beweisführung, lohnt sich aber gerade in automatisierten und sensiblen Einsatzbereichen. Der Prozess dahinter beinhaltet, eindeutige Schadensbilder zu kennen, zu erkennen und gegeneinander abzugrenzen. So lassen sich mit erfahrenem Auge auch Herstellungsmängel von Montagefehlern unterscheiden. Die Aufklärungsrate, wenn man sie so bezeichnen will – und damit die eindeutige Zuordnung einer Ursache der Beschädigung ­– liegt bei einer Untersuchung des Richter Prüfstudios bei ca. 10% (von 2.000 untersuchten Schadensfällen).

O-Ring Mess- und Sortiereinrichtungen

Härtemessung – ausgereiftes Qualitätsmanagement für O-Ringe

Die Härtemessung von O-Ringen erfolgt nach Shore A, Micro-Shore oder IRHD (International Rubber Hardness Degree). KREMER hat sich für die lasergestützte Micro-Shore Härtemessung entschieden, da unsere Kunden die Härte des fertigen O-Ringes und nicht die Härte nach Shore A der 6mm dicken Materialprüfplatte dokumentiert sehen möchten.

Die Anforderungen an die Oberflächenstruktur von O-Ringen werden immer anspruchsvoller. Neben einer Miniaturisierung von Bauteilen unterliegen die Oberflächenstrukturen von O-Ringen auch einer zunehmenden Funktionalisierung.

Nach DIN 3771 sind O-Ringe kontaktlos und damit zerstörungsfrei zu messen. Das gilt für die Abmessung der O-Ringe als auch für Fehlermerkmale der Oberflächen.

KREMER greift auf berührungslose, opto-elektronische Mess- und Sortiereinrichtungen zurück, die sehr genaue Daten liefern und eine Vielzahl qualitätsrelevanter Parameter auswerten. Die Qualitätskontrolle kann durch die optische Messung auch einwandfrei dokumentiert werden.

Die optisch-elektronischen Mess-Einrichtungen gewährleisten äußerst genaue Messungen und die Realisierung einer Sortierung von vorher klar definierten Merkmalen. Nur so können Gut- von Schlechtteilen mit einer Null-Fehlerquote getrennt und den Forderungen nach PPM-Raten, z. B. der Automobilzulieferindustrie, nachgekommen werden.

Welcher O-Ring-Werkstoff ist der richtige?

O-Ringe mögen unscheinbar wirken, doch von ihrer einwandfreien Funktion hängt in der Industrie eine ganze Menge ab – Ausfälle verursachen Jahr für Jahr volkswirtschaftliche Schäden in Millionenhöhe. Die Frage nach dem richtigen Werkstoff ist daher eine der wichtigsten, wenn es um den Einsatz von O-Ringen geht. Um sie beantworten zu können, muss man allerdings mit den Eigenschaften vertraut sein und diese adäquat auf die jeweiligen Einsatzbedingungen abstimmen.

Wer nichts dem Zufall überlassen möchte – etwa bei der erstmaligen Bestückung eines Produkts oder einer technischen Anlage – müsste einen universellen, qualitativ erstklassigen Werkstoff verwenden, wie zum Beispiel O-Ringe aus FFKM/Krevolast®, die dank ihrer Eigenschaften ein breites und flexibles Anwendungsspektrum bieten. Selbstredend geht dies nicht selten zu Lasten der Wirtschaftlichkeit oder der Wettbewerbsfähigkeit eines Produkts, wenn man die Werkstoffkosten in Relation setzt und eigentlich auch ein anderes, deutlich günstigeres Material in Frage käme.

Um den richtigen Werkstoff für eine O-Ring-Anwendung zu finden, kommen vier grundlegende Faktoren ins Spiel, die miteinander verzahnt sind:

  • Mechanische Eigenschaften
  • Medienbeständigkeiten
  • Einsatztemperatur
  • Zulassungen und Regularien

Mechanische Eigenschaften

In Bezug auf die mechanischen Eigenschaften stellt sich die Frage, wie der O-Ring zur Anwendung kommt: hat er eine ruhende, statische Dichtfunktion oder ist es eine dynamische? Ist letzteres der Fall, spielt es eine Rolle, wie hoch die mechanische Beanspruchung ist und ob der O-Ring selten, regelmäßig oder dauerhaft in Bewegung ist. Kommen dynamisch bewegte Komponenten zum Einsatz, können beschichtete O-Ringe in Frage kommen, die dank ihrer sogenannten Trockenschmierung durch einen Gleitlack von wenigen µm Dicke das Auftreten sogenannter „Stick-Slip-Effekte“ verhindert, also das Ruckgleiten und Quietschgeräusche. Ansonsten bringen O-Ringe aus H-NBR einen niedrigen Druckverformungsrest und sowohl die mechanische Festigkeit als auch Abriebbeständigkeit mit, um für dynamische Anwendungen geeignet zu sein.

Beständigkeit gegen Medien

Nicht nur mechanischen Einwirkungen müssen O-Ringe standhalten können, sondern auch denen verschiedenster Medien. Deshalb sind auch die Beständigkeiten des Dichtungswerkstoffs von hoher Bedeutung: Womit kommt der O-Ring in Kontakt? Werden zur Montage Fette oder Öle verwendet? Gegen welche Medien, zum Beispiel Wasser, Wasserdampf, Chemikalien, muss dieser abdichten? Sind es vielleicht viele verschiedene Medien im Wechsel, wie z. B. Laugen und Säuren oder Bremsflüssigkeit und Mineralöle?

Nicht alle Werkstoffe vereinen alle Beständigkeiten dazu in gleichem Maße. So ist ein NBR-O-Ring beispielweise beständig gegen Dieselkraftstoff, Motorenöl oder Kerosin. Dagegen verhält es sich bei EPDM-O-Ringen mit den Beständigkeiten gegen diese Medien genau umgekehrt, während O-Ringe aus FFKM/Krevolast® gegen die zuvor genannten Medien beständig sind.

Temperaturbereiche von O-Ringen

Hinsichtlich der Einsatztemperatur ist es wichtig zu wissen, für welchem Temperaturbereich der O-Ring vorgesehen ist, sprich, welche Minimal- und Maximaltemperatur in der Einsatzumgebung herrscht und ob diese Temperaturen dort dauerhaft oder nur kurzzeitig herrschen. Wichtig ist, dass man bei der Auslegung beachtet, dass die jeweiligen Temperaturgrenzen drucklos und ohne Medieneinfluss bestimmt wurden.

Werden Elastomere tiefen Temperaturen ausgesetzt, geht dies zu Lasten des Rückstellvermögens und der Elastizität bis hin zum Glasübergangspunkt, bei dem der Werkstoff glasartig und spröde wird. Eine Dichtwirkung lässt sich in diesem Zustand dann nur schwer erzeugen oder aufrechterhalten. Ein sehr gutes Tieftemperaturverhalten zeigen beispielsweise Silikon-O-Ringe, bei denenje nach Silikonwerkstoff Einsatztemperaturen von bis zu -60 °C möglich sind.

Zu hohe Temperaturen wirken sich hingegen ebenso negativ auf die Dichtwirkung des O-Rings auf. An O-Ringen, bei denen die obere Dauertemperatur überschritten wurde, zeigen sich oft Folgen wie Versprödung, eine rußartige Oberfläche und vor allem die Neigung, bei Druckeinwirkung auseinanderzubrechen. Der Einfluss von Druck und Medien schmälert die Temperaturbeständigkeit von O-Ring-Werkstoffen zusätzlich. Auch aus diesem Grund ist es sinnvoll, immer das nächst bessere Material auszuwählen, sollte die tatsächliche Temperaturbelastung an dessen maximalen Bereich heranreichen. Geht es um hitzebeständige O-Ringe ist ebenfalls Silikon als hervorragendes Werkstoff-Beispiel zu erwähnen – bestimmte HTV-Silikon Typen halten auch bei hohem Druck Temperaturen von bis zu +250 °C stand.

Die Beständigkeit gegen hohe und tiefe Temperaturen ist jedoch nur eine von vielen Anforderungen, die zum Beispiel mit mechanischen Eigenschaften, Druck- und Medienbeständigkeit oder mit Standards und Zulassungen in Einklang gebracht werden muss. Deshalb ist nicht selten ein Kompromiss notwendig, um einen Werkstoff ausfindig zu machen, der die größte Bandbreite der geforderten Eigenschaften abdeckt.

Zulassungen für O-Ringe

Der letzte Baustein, der bei der Auslegung eines O-Rings maßgeblich und mit den zuvor genannten Einflussfaktoren neben wirtschaftlichen Aspekten abzustimmen ist, ist die Erfüllung von Zulassungen. Viele Einsatzbereiche erfordern nicht ohne Grund die Einhaltung industriespezifischer und rechtlicher Anforderungen, da dort ein falsch gewählter O-Ring-Werkstoff fatale Konsequenzen nach sich ziehen kann. Damit sind Zertifizierungen beziehungsweise die Beachtung geltender Richtlinien und Werkstoffzulassungen für die sichere Herstellung von Produkten obligatorisch.

Ein ausgefallener O-Ring in einem stark vernetzten industriellen Prozess – etwa im Lebensmittel- oder medizintechnischen Bereich – kann weitreichende Folgen haben, bevor der Hersteller dies überhaupt bemerkt und entsprechend reagieren kann. Industriespezifische Zulassungen zielen dabei darauf ab, etwaige Wechselwirkungen zwischen Produktionsanlagen und dem Produkt abzuwenden.

Unterschiedliche Wirtschafträume setzen Konformität der eingesetzten Produktionsanlagen und damit auch der Dichtungen mit eigenen industriespezifischen Auflagen voraus. Es ist also nötig, diese Regularien zu kennen und zu beachten, um als Unternehmen überhaupt Produkte in diesem Zielmarkt in Verkehr bringen zu dürfen.

Doch steht nicht allein die unmittelbare Betriebssicherheit von Maschinen und Anlagen im Fokus: Bei komplexen Elastomer-Rezepturen, die in anspruchsvollen Dichtungsanwendungen eingesetzt werden, können beispielsweise durch natürliche Entmischung flüchtige Weichmacherbestandteile aus dem Werkstoff migrieren und über das Produkt in den menschlichen Körper gelangen.

Die Bandbreite der Zulassungen und Vorgaben ist groß. Bewegt man sich auf nationaler Ebene, so sind die Regularien des Bundesamts für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) gemeinsam mit den Detailempfehlungen des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR) maßgeblich. Internationale Bedeutung haben die Anforderungen Food and Drug Administration (FDA) in den USA. Hält man diese global anerkannten Standards nicht ein, ist man nicht dazu befugt, seine Anlagen in die Anwenderländer zu exportieren. In puncto Hygiene sind die Vorgaben der Organisation 3-A-Sanitary Standards zu beachten. Die Reinheitsanforderungen für Trinkwasser gehen über jene aus dem Lebensmittelbereich hinaus. Hierzulande ergeben sich die Auswahlkriterien für Dichtungswerkstoffe mit Trinkwasserkontakt unter anderem aus der KTW-Leitlinie des Umweltbundesamts. Weltweit anerkannte Standards für Werkstoffe, die in der Pharmazie- und Medizintechnik verwendet werden, sind in der United States Pharmacopeial Convention (USP) geregelt.

Welche O-Ringe sind lebensmittelecht?

Kommen O-Ringe direkt oder indirekt mit Lebensmitteln in Kontakt, dann muss auch der Werkstoff, aus dem sie bestehen, für die Anwendung sicher zugelassen sein. Daher gelten beispielsweise für den Einsatz von O-Ringen in der Lebensmittelindustrie Richtlinien darüber, welche Materialien geeignet sind, sodass Geruchs- und Geschmacksveränderungen, aber auch andere, mitunter gesundheitsgefährdende Kontaminationen von Lebensmitteln verhindert werden können.

Unter anderem ist in Europa hierfür die EU-Richtlinie EG 1935/2004 maßgeblich, in den USA müssen die O-Ringe etwa den Vorgaben der FDA (Food and Drugs Administration) entsprechen, also FDA-konform sein. Auf internationaler Ebene haben sich letztere sowie auch der 3-A-Sanitary-Standard oder USP Class VI als Standards für O-Ring-Werkstoffe etabliert.

Die Spezifikation der Lebensmittelgüte erfüllen bestimmte Compounds beziehungsweise Mischungen von Materialien wie

Eine vorhandene Lebensmittelechtheit des Werkstoffs bedeutet natürlich nicht, dass dieser auch für die Einsatzumgebung geeignet wäre. So sind O-Ringe aus EPDM zwar gut geeignet für Anwendungen mit Heißwasser und Dampf und in einem großen Temperaturbereich. Sie sind außerdem beständig gegen viele Säuren und Lösungsmittel, allerdings sollten sie nicht mit pflanzlichen, tierischen oder auch mineralischen Ölen und Fetten in Kontakt kommen. NBR-O-Ringe sind zwar beständig gegen Öle und Fette, allerdings nur begrenzt gegen Ozon und der Temperaturbereich ist geringer als bei EPDM.

Dagegen vereinen O-Ringe aus FPM/FKM (Viton®) eine sehr breite chemische Beständigkeit und einen hohen Temperaturbereich, allerdings sind sie weniger für den Kontakt mit heißem Wasser geeignet und sollten nicht mit Dampf in Berührung kommen. FFKM- beziehungsweise Krevolast®-O-Ringe bringen dagegen unter anderem eine gute Beständigkeit gegen Öle, Fette, Warmwasser und Dampf mit und können sowohl bei niedrigen als auch sehr hohen Temperaturen eingesetzt werden. Hervorragende Allrounder sind indes Silikon-Werkstoffe, die für ihre Lebensmittelgüte bekannt sind: O-Ringe aus Silikon können bei sehr hohen Temperaturen eingesetzt werden. Besondere Typen von Silikon sind extrem kälteflexibel, andere hingegen mit sehr hoher Temperaturbeständigkeit ausgestattet.

Für Sie im Downloadbereich: Infokarte "Präzisions-O-Ringe"

KREMER Berechnungstools

Toleranzberechnungen und Lagerbestand-Schnellsuche

O-Ring Toleranzberechnung

Bei der Toleranzberechnung für O-Ringe handelt es sich um ein einfaches Berechnungsprogramm für die Toleranzen von O-Ringen. Bei vielen Anwendungen sind diese Toleranzen sehr eng gesteckt. Die Montierbarkeit und Dichtfunktion von O-Ringen aus Elastomeren sind in starkem Maße von den Toleranzen der Innendurchmesser und der Schnurstärke abhängig. Diese beiden Parameter berücksichtigt unser Programm und Sie erfahren mit wenigen Klicks die Toleranzangaben für den Innendurchmesser und die Schnurstärke für jede beliebige O-Ring Abmessung. Berechnet wird die Toleranz nach DIN ISO 3601-1:2013-11 Klasse B.

O-Ring Lagerbestand Schnellsuche

Individuelle Fertigung nach Ihren Anforderungen

Wir fertigen unsere Produkte genau so, wie Sie sie brauchen. Deswegen gibt es bei KREMER keinen Lagerbestand. Fast keinen Lagerbestand: Denn bei O-Ringen haben wir Standardabmessungen und Restmengen für Sie jederzeit kurzfristig verfügbar. Für alle anderen Produktbereiche gilt: Fragen Sie uns an!

Gerne machen wir Ihnen ein Angebot entsprechend Ihrer Anforderungen und liefern die gewünschten Produkte und Mengen zu Ihrem Wunschtermin, wenn möglich.

Schnellsuche O-Ringe

Unser Schnellsuche-Tool für O-Ringe informiert Sie sofort, ob die von Ihnen gewünschte Abmessung als Standardabmessung zur Verfügung steht.

Unser größter Ansporn? Zufriedene Kunden!

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