Become a supplier Zertifiziert nach DIN EN ISO 9001-2015 und 14001-2015

Tauchteile aus PVC

KREMER fertigt PVC-Krevosol® Standard-Rundkappen und -Rechteckkappen

  • Erfahrung und Fachkompetenz
  • Zeitersparnis bei der Beschaffung
  • Hohe Qualität, exakt an Ihre Wünsche angepasst
StartseiteFormteile/SpritzgussteileTauchteile aus PVC
Ansprechpartner

PVC-Krevosol® Standard-Rundkappen und -Rechteckkappen für gewerbliche Abnehmer

  • KREMER - PVC-Tauchteile: Rechtkantkappen
  • KREMER - PVC Schutzkappe in blau
  • KREMER - Bunte Rundkappen
  • KREMER - Tauchteile aus PVC

Sie sind gewerblicher Abnehmer benötigen exakt auf Ihre Anwendung angepasste PVC-Tauchteile, die von Ihrem Lieferanten nicht nur schnell geliefert werden sollen, sondern auch höchsten Qualitätsanforderungen erfüllen müssen?

KREMER bietet eine enorm große Bandbreite an getauchten Rundkappen oder Rechteckkappen aus bestehenden Werkzeugen für gewerbliche Zwecke. Egal ob Standardware oder nach individuellen Vorstellungen aus neuen Werkzeugen gefertigt – von der einfachen Abdeckkappe über PVC-Rundkappen mit Abziehlasche als Schutzkappe bis hin zum Faltenbalg.

PVC-Krevosol®-Ummantelungen und -Beschichtungen

  • KREMER - Mit PVC ummantelter Metallgriff
  • KREMER - Beschichtete Aufhängung aus Edelstahl
  • KREMER - Ummantelt und beschichtete Metallteile in rot
  • KREMER - PVC-Ummantelung in Perlstruktur-Optik
  • KREMER - PVC Wandhalterung ummantelt

Neben verschiedenen Teilen aus Weich-PVC Krevosol® bietet Ihnen KREMER auch die Ummantelung und die PVC-Tauchbeschichtung von Metallteilen – so, wie Sie es beispielsweise bei Enden von Zangengriffen oder Klinken kennen.

Dazu tauchen wir die metallischen Rohlinge nach dem Aufheizen über eine definierte Zeit und Tiefe in Plastisol. Das PVC lagert sich an und bildet eine elektrisch isolierende Schicht. Eine mit Additiven versehene Sondertype unserer Krevosol® PVC Typen steht für ESD-Anforderungen zur Verfügung. Ein perfekter Arbeitsschutz bei Zangen.

PVC-Tauchteile – individuell gefertigt nach Ihren Vorgaben und Wünschen

  • KREMER - Transparentes PVC-Grundmaterial
  • KREMER - Getauchte PVC-Lackierabdeckung
  • Kremer – Zweifach getauchtes Tauchteil

Ausgangspunkt für die Herstellung aller Tauchteile ist ein natur-transparentes PVC­-Grundmaterial. Mit diesem transparenten PVC-Basiswerkstoff lassen sich Tauchteile der unterschiedlichsten Härten herstellen, aber auch eine Krevosol®-PVC-Type, die eine Durchsicht und damit zum Beispiel einen Blick auf dahinter befindliche digitale oder analoge Anzeigen erlaubt. Das Tauchteil selbst könnte z. B. als Spritzwasserschutz eingesetzt werden.

Durch die Hinzugabe von Farbbatches steht Ihnen bei KREMER eine breite Farbvielfalt zur Verfügung, was vor allem dann von Bedeutung ist, wenn neben der gewünschten Tauchteil-Funktion auch die Signalwirkung der Tauchteile optimiert werden soll. Als gewerblicher Abnehmer können Sie zwischen 8 RAL-Standardfarben oder 30 weiteren Sonderfarben wählen. Für die Herstellung von Standardabmessungen stehen bereits sehr viele Werkzeuge zur Verfügung, weshalb wir Ihnen PVC-Kappen schnell und kostengünstig herstellen und liefern können.

Wählen Sie die Farbe Ihrer Tauchteile aus einer unserer acht RAL-Standardfarben aus:

  • Laubgrün (RAL 6002)
  • Reinweiß (RAL 9010)
  • Verkehrsorange (RAL 2009)
  • Silbergrau (RAL 7001)
  • Rapsgelb (RAL 1021)
  • Verkehrsblau (RAL 5017)
  • Feuerrot (RAL 3000)
  • Schwarz (RAL 9005)

und in natur-transparent.

Nachleuchtende PVC-Kappen und Beschichtungen

Ein spezielles Farbpigment ist dafür verantwortlich, die Energie des Lichtes aufzunehmen und diese z.B. in einem Produktionsbetrieb im Falle einer durch Stromausfall plötzlich eintretenden Dunkelheit sukzessive wieder abzugeben. Dabei entsteht der Effekt des Nachleuchtens.

Die bei Tageslicht milchig weiße Farbe der PVC-Rundkappen und Rechtkantkappen oder der mit PVC-ummantelten Metallteile wie Türgriffe und Hebel verwandelt sich in ein grün. Mit anhaltender Dunkelheit nimmt zwar die Intensität des Nachleuchtens ab, der Effekt des Nachleuchtens kann aber im plötzlich eintretenden Notfall noch eine zeitlang sehr gut gesehen werden.

Für Betriebe, die chemische Prozesse mit Säuren und Laugen betreiben, ist im Notfall einer auftretenden Leckage absolut wichtig, dass ein erblindendes Auge diese Farbe noch bis zuletzt erkennen kann.

Das verwendete Farbpigment kann in allen PVC-Krevosol-Typen eingemischt werden ohne die Spezifikation des Materials negativ zu beeinflussen. Dies trifft für die phtalatfreien Krevosoltypen für medizinische oder orthopädische Anwendungen genauso zu wie für das biokompatible Krevosol 1649. Einzig die Einfärbung für ESD-Anwendungen ist nicht möglich, da der elektrische Oberflächenwiderstand nur mit der Farbe schwarz erzielt werden kann.

Toleranzen und Härten für PVC-Tauchteile

Für die Herstellung von Tauchteilen gelten für die nutzbare innere Länge von Kappen und für die Wanddicke der Kappen nachfolgende Toleranzen:

  • Höhe (innere Läge): +/- 2,0 mm
  • Wandstärke: +/- 0,25 mm

Die Härte unserer PVC-Tauchteile aus Krevosol ® beträgt standardmäßig 68 Shore A. Auf Anfrage bieten wir Ihnen auch zwei härtere Einstellungen in 85 und 96 Shore A und eine weichere in 55 Shore A für die Herstellung von Faltenbälgen an.

PVC Tauchkappen und Ihre Anwendung

Video-Vorschaubild PVC-Tauchkappen Anwendungsbeispiele
Tauchkappen-Anwendung

Aus einem großen Sortiment an Standardwerkzeugen fertigen und liefern wir über 30.000 Varianten von Rund- und Rechteckkappen für unsere gewerblichen Kunden und ihre unterschiedlichsten Anwendungsfälle. Sie wünschen runde Schutzkappen, die sich leicht montieren lassen und dennoch verliersicher sitzen? Bei KREMER erhalten Sie Rundkappen, die ihre Anforderungen erfüllen! Egal ob zum Schutz von Schrauben, Bohrern, Maßlehren, als Transportschutz oder als Schutz vor Verletzungen – das Prinzip ist immer das Gleiche.

Die leicht montierbaren PVC-Rechteck- oder -Rundkappen schützen den Metallanteil Ihrer Bauteile vor Beschädigungen oder beugen Verletzungen vor. PVC als Material ist sehr flexibel und biegsam. So kann man sogar runde Gegenstände mit einer eigentlich geraden Rechteckkappe vor Beschädigungen schützen. Fragen sie gerne Ihren individuellen Bedarf bei uns an.

PVC Sondermaterial mit Perlstruktur-Optik

Tauchteile mit matter, feinporiger und überaus hautsympathischer Oberfläche erzielen wir durch den Einsatz unserer PVC-Krevosol ®-Typen mit Perlstruktur-Optik. Diese können wahlweise in sechs Farben,

  • schwarz,
  • himmelblau,
  • rot,
  • grün,
  • orange und
  • hellgrau

geliefert werden. KREMER bietet Ihnen auf Anfrage gerne die genannten Sondereinstellungen an.
PVC-Tauchteile mit Perlstruktur-Optik verfügen über eine griffigere Oberfläche. Diese Oberflächenstruktur wird für Trommelschlägel-Griffe eingesetzt und verhindert, dass diese aus der feuchten Hand rutschen. Zudem erzeugen Sie bei den Kunden den Eindruck eines hochwertigeren Aussehens.

PVC Sondermaterial HT (höher temperaturbeständig)

Spezielle Anwendungsfälle erfordern den Einsatz eines höher temperaturbeständigen PVC-Materials. Unsere Tauchteile aus HT-Material halten bei einer Temperatur von +225°C einer Belastungsdauer von 30 Minuten stand. Eine empirisch ermittelte Formel beschreibt die Gebrauchsdauer in Abhängigkeit von der Gebrauchstemperatur: Mit einer um 10 Kelvin höheren Gebrauchstemperatur verkürzt sich die Gebrauchsdauer jeweils um 50% und umgekehrt.

  • Beispiel 1: Einsatztemperatur 235°C = 225°C + 10K = (30min -50%) = 15 Min.
  • Beispiel 2: Einsatztemperatur 205°C = 225°C - 2 x 10K entspricht ((30 min. + 50%) + 50%) = 67,5 Min.

Das Hochtemperatur-Sondermaterial HT ist ideal geeignet für den Einsatz flexibler Kappen als Schutzkappen oder Abdeckkappen. Außerdem ist es verwendbar als Lackierschutz beim Pulverbeschichten von metallischen Produkten, das bei höheren Temperaturen von ca. 180°C stattfindet. Dabei schützen Rundkappen und Rechteckkappen als auch frei definierte Geometrien die Oberflächenanteile, die nicht pulverbeschichtet werden sollen.

Im Regelfall können Abdeckkappen mehrfach bei 180°C über rund 15 Minuten beim Pulverbeschichten als Lackierabdeckungen verwendet werden, bevor sie mit der Zeit spröde und hart werden und durch neue Kappen ersetzt werden müssen. Es gilt beim Entfernen der Kappen nach der Pulverbeschichtung darauf zu achten, dass die PVC-Schutzkappen abgekühlt sind, um Deformationen zu vermeiden.

Wie können wir Ihnen weiterhelfen? Unser Ideenreichtum und unsere Anwendererfahrung ist in Sachen Tauchteile riesengroß. Partizipieren Sie als gewerblicher Kunde davon und lassen Sie sich noch bei Projektbeginn beraten. Sobald alle Spezifikationen geklärt sind erhalten Sie von uns ein individuelles Angebot!

Ausführliche Werkstoffinformationen zu den Standard- und Sonder-PVC-Krevosol®-Typen und Farben erhalten Sie auf den entsprechenden Produktseiten und unserem Downloadbereich.

Jetzt PVC-Tauchteile anfragen!

Mit einem Klick gelangen Sie direkt zu unseren PVC-Tauchteil-Produkten.

PVC-Tauchteile? Darum zu KREMER!

Drei Gründe, die Sie von uns als Lieferanten für PVC-Tauchteile überzeugen werden:

Erfahrung und Fachkompetenz

Praxisbewährte Tauchteile aus Krevosol ® Weich-PVC finden in etlichen Bereichen der Industrie Anwendung, weshalb sie auch in unzähligen Varianten hergestellt werden und ganz unterschiedlichen Ansprüchen genügen. Egal, ob Sie genau wissen, wie Ihre Weich-PVC-Tauchteile beschaffen sein müssen oder Sie noch eine ausführlichere Beratung benötigen: In beiden Fällen ist es wichtig, dass Ihr Lieferant über eine profunde Erfahrung und Fachkompetenz verfügt.

Genau dies werden Sie an den Mitarbeitern von KREMER schätzen. Im Laufe unserer 50-jährigen Unternehmensgeschichte haben wir bereits Kunden in großer Anzahl mit unterschiedlichsten PVC-Tauchteilen beliefert, die immer wieder andere Kriterien erfüllen mussten. Aus dieser Erfahrung heraus können wir Ihnen nicht nur die für Sie wirtschaftlich interessanteste Option anbieten, sondern Ihnen bei Bedarf auch mit unserem Know-how weiterhelfen.

Zeitersparnis bei der Beschaffung

Schutzkappen, Rechteckkappen, Rundkappen & Co. sind klassische C-Teile, an die häufig erst zum Schluss gedacht wird. Und dann muss alles sehr schnell gehen. Spezifikation, Angebot, Lieferung. Wir sind auf diese Herausforderung eingestellt und arbeiten für Sie deshalb besonders effizient:

Sobald uns Ihre Anfrage mit all den Details und Spezifikationen zu Ihren gewünschten Tauchteilen erreicht, erstellen wir Ihnen innerhalb der Arbeitswoche binnen 24 Stunden ein transparentes, aussagefähiges und bei individuellen Anfragen binnen 48 Stunden ein auf Ihren Bedarf abgestimmtes Angebot. Auch vorab erfahren Sie dank unserer Schnellsuche für Rundkappen oder Rechteckkappen nach Eingabe der gewünschten Maße, ob ein Werkzeug zur Herstellung vorhanden ist und welche standardisierten Längen verfügbar sind. Bei vorhandenem Werkzeug kann die Lieferung meist sehr schnell erfolgen.

Hohe Qualität, exakt an Ihre Wünsche angepasst

PVC-Tauchteile können zwar schnell und günstig in großen Mengen hergestellt werden, trotzdem müssen sie auch zu 100% an Ihre Anwendung angepasst sein, um zuverlässig zu funktionieren. Damit dies gewährleistet ist und Ihre hohen Qualitätsanforderungen erfüllt werden können, verlassen wir uns bei KREMER ausschließlich auf Zulieferer und Partnerbetriebe, mit denen wir – und damit auch unsere Kunden – bereits auf lange Sicht positive Erfahrungen gemacht haben. Darüber hinaus sind wir auch nach ISO 9001:2015 zertifiziert und achten bei der Wahl unserer Zulieferer auf ökologische und ethische Kriterien.

Zahlen – Daten – Fakten

Informatives aus dem Hause KREMER

3.182.000

Icon: Anzahl gelieferter Tauchteile in 2020

Anzahl gelieferter Tauchteile in 2020

1.289

Icon: Realisierte Zeichnungsteile

Realisierte Zeichnungsteile

179

Icon: Anzahl aktiver Kunden in 2020

Anzahl aktiver Kunden in 2020

12,6

Icon: Umsatzanteil größter Kunde in %

Umsatzanteil größter Kunde in %

Jetzt PVC-Tauchteile anfragen!

Verkauf nur an gewerbliche Kunden

Schritt 1
Erlaubte Dateitypen: pdf, jpg, dxf, stp, step, igs, tif, dwg, x_t, zip
Maximale Größe pro Datei: 6,00 MB
Hochgeladene Dateien (0 von 5):
+

Anwendungsbeispiele Krevosol ® PVC-Tauchteile

Lackierabdeckung

Klebebänder der unterschiedlichsten Ausführung werden häufig als Lackierschutz eingesetzt. Nach dem Lackiervorgang werden die Klebebänder vom zu schützenden Teil abgezogen und weggeworfen. Das ist im Sinne der Ressourcenschonung nicht umweltgerecht. Die Lackierabdeckung von KREMER in Form eines Tauchteiles erfüllt gleich dreifachen Nutzen.

Zum einen dient sie als sicherer Lackierschutz für das Objekt, zum anderen gleichzeitig als Schutz vor Beschädigungen des nicht zu lackierenden Bereichs. Das Tauchteil kann mehrfach verwendet werden und ist in der Handhabung häufig einfacher als Klebeband. Angetrocknete Farbschichten lassen sich durch Biegen von der flexiblen Lackierabdeckung entfernen.

Das Metallteil, welches später in der Regel an bestimmten Stellen vor dem Farbauftrag geschützt werden soll, dient uns als Ausgangspunkt für die Herstellung der Schutzkappe, der sogenannten Lackierabdeckung.

Das Original-Metallteil stellt somit das Tauchwerkzeug dar, das zunächst nach Bedarf in die PVC-Paste getaucht und nach einer vorgegebenen Verweilzeit entnommen wird. Der entstandene PVC-Bezug wird entformt und gegebenenfalls für die Verwendung als Abdeckung noch manuell endbearbeitet.

Die so entstandene Lackierabdeckung ist ein 1:1 Negativ-Abbild des zu schützenden Bereichs des Original-Metallteils und passt daher gleich auf Anhieb.

PVC-Tauchteile im Arbeitsschutz

Metallhaken, die zum Aufhängen und Aufbewahren von Gegenständen, Gerätschaften und Werkzeuge verwendet werden, können für die Mitarbeiter eine Verletzungsgefahr darstellen. Ursache für Verletzungen sind bei unachtsamer Handhabung das Schneiden an scharfen Kanten oder ein Stoß an dem Haken, der aus der Wand hervorragt. Zum Teil wird ein solcher Haken einfach übersehen.

Die Verletzungsgefahr ließe sich dies durch einen optisch auffälligen und zudem verliersicheren Schutzüberzug vermeiden. KREMER schlägt einen Lösungsweg vor, der von der Geometrie der Metallhaken als auch von der Art der mechanischen Beanspruchung anhängig ist.

PVC Tauchbeschichtung/Ummantelung von runden Teilen

Wenn z. B. die Metallhaken aus Rundstahl geformt sind und sie einer regelmäßigen mechanischen Beanspruchung ausgesetzt sind, empfehlen wir eine Ummantelung der Hakenenden.

Vorgehensweise: Mit einem Primer (Haftvermittler) werden die zu beschichtenden Metallteile vorbehandelt und anschließend im Tauchverfahren mit PVC ummantelt. Die Wanddicke der dann unlösbaren PVC-Beschichtung beträgt im Regelfall ca. 1,8 bis 2 mm. PVC der Härte 75 Shore A steht ständig in 16 Standard-Farben – auch in den Signalfarben rot und gelb – für die Tauchteileherstellung zur Verfügung.

Verwendung von PVC-Rundkappen

Eine Alternative zur Beschichtung von Metallteilen stellt das Überstecken von getauchten PVC-Rundkappen dar. Voraussetzung: Die Kappe muss stramm und verliersicher sitzen. Um eine leichte Montage zu gewährleisten, werden die Kappen mit einem dafür notwendigen geringen Untermaß im Vergleich zum Durchmesser des runden Hakens hergestellt. Das 68 Shore A weiche PVC-Material erlaubt eine leichte Dehnung der Kappen, so dass sich diese noch leicht über die zu schützenden Enden schieben lassen. Je größer die innere Länge der Rundkappen ist, desto geringer ist das Risiko, dass sich die Rundkappen durch den Gebrauch der Haken abstreifen lassen.

Rundkappen aus PVC für Präzisionsbohrwerkzeuge

Perfekter Schutz für scharfe Werkzeuge

Die PVC-Kappen dienen dem Schutz vor Beschädigungen der messerscharfen Schneiden von Präzisionsbohrwerkzeugen. Sie erfüllen wichtige Grundvoraussetzungen. Eine wesentliche ist die leichte Montage. Dabei ist zu gewährleisten, dass sie nicht zu lose aufsitzen, sondern ausreichend fest sitzen, um beim Transport nicht verloren zu gehen.

Die chemische Zusammensetzung des Weich-PVC-Werkstoffes gewährleistet, dass keine Oxidation (kein Rosten) an den metallischen Produkten ausgelöst wird. Dank der uns zur Verfügung stehenden acht Standardfarben und 30 Sonderfarben konnte KREMER die Kappen in der Firmenfarbe fertigen. Ein zusätzlicher, verkaufsfördernder Nutzen für den Kunden.

Worauf wir bei der Wahl der Abmessungen/Auslegung der Tauchteile achten

Ob Kappen (Rundkappen, Rechtkantkappen) auf einen Gegenstand (zu schützende Schneiden von Bohrern, Fräsern, Edelfugen von elektrischen Anschlussstücken, Öffnungen von Ventilsitzen u.v.m.) oder einfach nur als Griff auf ein Rohrstück geschoben werden, wichtig ist, dass die Tauchteile im Untermaß gefertigt werden, um einen strammen Sitz zu gewährleisten. In unserer Tauchteil-Schnellsuche schlagen wir Ihnen das passende Maß vor.

Im Regelfall sind die Durchmesser von getauchten Weich-PVC Rundkappen ca. 0,5 bis 1 mm kleiner zu wählen, damit ein verliersicherer Sitz erreicht wird und sich die Kappe nicht zu leicht oder z. B. durch Erschütterungen beim Transport gar von dem zu schützenden Produkt löst.

Bei Interesse an diesen Produkten wählen Sie bitte die Direktanfrage.

Praxisbeispiele mit besonderen Anforderungen

Klappsplintring mit Perlstruktur

Produktanforderung: Eine neuartige Stoffschlaufe am Jagdgewehr entlastet einen Jäger beim Halten und Repetieren des Gewehres. Das Jagdgewehr liegt ruhiger in der Hand und wird durch die Muskulatur im Bizeps sicher im Anschlag gehalten. Um die „Schlaufe“ exakt auf die eigenen Körpermaße und das Jagdgewehr anpassen zu können, wird ein metallischer Klappsplintring eingesetzt.

Besonderheit: Der normierte Klappsplintring darf nicht metallisch glänzen, um Reflexionen zu vermeiden und beim Anbringen und beim Schuss nicht klappern.

Lösung: Statt einer schwarzen Pulverbeschichtung wurde der Klappsplintring im Tauchverfahren mit einer PVC-Ummantelung versehen, die eine matte und feinporige Oberfläche, die sogenannte Perlstrukturoptik, ergab.

    Die Vorteile der Perlstrukturoptik:

    • Die dunkle und matte Struktur verhindert eine Reflexion,
    • vermeidet Klappergeräusche und ist darüber hinaus
    • absolut UV- und witterungsbeständig.

    Arbeitsschutz für Dachdecker

    Der Alleinvermarkter des patentierten Einlatt-Systems fand rasche Hilfe. Die Griffe der Dachdecker-Werkzeuge hatten scharfe Kanten, die beim Kräfteeinsatz häufig zu Schnittverletzungen führten.

    Die Griffe, die als Hebel dienen, sind nun mit dem Perlprofil überzogen. Dieses Weich-PVC-Material liegt sicher in der Hand, lässt damit einen höheren Krafteinsatz zu und ist darüber hinaus UV- und witterungsbeständig. Der Dachdeckergriff ist damit nicht nur einfacher in der Handhabung sondern insgesamt hochwertiger und erhöht den Arbeitsschutz.

    Für Sie im Downloadbereich: Infokarte "PVC-Tauchteile"
    Chemischen Beständigkeiten von Werkstoffen

          Weitere Informationen zu Weich-PVC

          Wissenswertes über den vielseitigen PVC-Werkstoff

          Was ist Weich-PVC bzw. Plastisol?

          Weich-PVC – auch Plastisol oder PVC-Plastisol genannt – ist ein weit verbreiteter thermoplastischer Polymerwerkstoff. Er ist darüber hinaus auch unter der Bezeichnung „Polyvinylchlorid mit Weichmacher“ beziehungsweise PVC-P bekannt. Das Kürzel P steht dabei für „plasticized“ und beschreibt einen plastifizierten Werkstoff. PVC-U (U für „unplasticized“), also Hart-PVC, stellt hierzu das Gegenstück dar. Der Weichmacheranteil in Weich-PVC reicht von 20 bis 50 Prozent. PVC selbst besteht zu 57 Prozent aus dem Kochsalzbestandteil Chlor, die übrigen 43 Prozent machen Kohlen- und Wasserstoff aus Erdölprodukten aus.

          Der Begriff „Plastisol“ wird sowohl für die ungehärtete Mischung als auch für das Endprodukt genutzt. Daher ist damit ebenso die Dispersion aus pulverförmigem PVC-Harz in einer Weichmacherflüssigkeit gemeint. Dieser werden noch Pigmente und Füllstoffe wie Kreide und Stabilisatoren zugesetzt, mit denen die Eigenschaften des Werkstoffs hinsichtlich Farbe, Struktur, Festigkeit und Flexibilität gezielt beeinflusst werden können. Stabilisatoren erhöhen hierbei die thermische Stabilität und Beständigkeit gegen UV- und Wärmestrahlung. Zu früheren Zeiten wurden auch Schwermetalle wie Cadmium und Blei oder auch zinnorganische Verbindungen verwendet. Allerdings wurden sie aus Gründen der Umweltverträglichkeit und der EU-Verordnung REACH meist durch organische calciumbasierte Additive ersetzt.

          Die Anwendungsgebiete von Weich-PVC sind sehr vielseitig und reichen von der Herstellung von Folien, Auskleidungen, Abdeckkappen, PVC-Rundkappen mit Abziehlasche, Bezügen, Ummantelungen, Faltenbälgen oder Schläuchen bis hin zur Plastisol-Beschichtung beziehungsweise PVC-Tauchbeschichtung von Metallgegenständen, zum Beispiel Griffen, Klinken, Scharnieren und vielen anderen metallischen Oberflächen.

          Welche Eigenschaften hat Weich-PVC?

          Schon bei der Herstellung von Plastisol müssen die einzelnen Bestandteile der jeweiligen Rezeptur – sprich Weichmacher, PVC-Partikel, Füllstoffe, Stabilisatoren und Co – je nach gewünschten Eigenschaften und Einsatzzwecken der Weich-PVC-Produkte in Art und Anteil exakt aufeinander abgestimmt werden. Weichmacher sorgen für die Herabsetzung der zwischenmolekularen Kräfte zwischen den Polymerketten, sodass ein weicher und biegsamer Kunststoff vorliegt. Ungetempertes Plastisol ist bei Zimmertemperatur hingegen eine flüssige, gieß-, spritz- und streichfähige Paste. Erst nach Erwärmung – in der Regel bei etwa 160-180 °C – härtet sie zu einem zähelastischen Kunststoff aus. Mit einer Dichte von (je nach Zusammensetzung) etwa 1,2-1,35 g/cm³ ist Weich-PVC ein relativ schweres Material.

          Viele der Eigenschaften des Materials werden in hohem Maße von Art und Anteil von Weichmachern und Füllstoffen beeinflusst. Das beginnt schon bei der Konsistenz – so gibt es leichtfließende Mischungen, die eine Härte von 50 Shore A aufweisen sowie auch Materialeinstellungen von 85 Shore A, die eher zähfließend sind. PVC-Plastisol ist generell schwer entflammbar und erlischt nach Entzug der einwirkenden Flamme. Grundsätzlich ist der Werkstoff PVC durch seine Halogen-Kompomemte Chlor (Cl) flammwidrig.

          Je nach Art und Anteil des Weichmachers verändern sich allerdings sowohl die Brennbarkeit des Materials als auch die Stoffe, die sich dabei abspalten. Auch die Festigkeit und Härte von Weich-PVC nimmt bei steigender Temperatur stark ab. Es ist bei niedriger Beanspruchung bis etwa +60°C einsetzbar, bei Mischungen mit speziellen Weichmachern zum Teil auch bis etwa +105°C. Spezielle Anwendungsfälle erfordern den Einsatz von höher temperaturbeständigen Materialien. Solche PVC-Tauchteile aus HT-Materialien halten einer Temperatur von +225 °C bei einer Belastungsdauer von 30 Minuten stand. Je nach Weichmacheranteil beginnt der Werkstoff im Bereich zwischen -10 °C und -50 °C zu verspröden.

          PVC-U wie auch PVC-P ist im Gegensatz zu Gummi sehr alterungsbeständig, da dessen Moleküle keine Doppelbindungen enthalten und somit dem Luftsauersauerstoff bzw. Ozon der Luft keine Angriffsfläche bieten. Ebenso ist Weich-PVC sehr rutschfest sowie licht- und witterungsbeständig. Abhängig von der Materialeinstellung ist die Wasseraufnahme relativ gering und liegt bei längerer Wassereinlagerung bei 0,1 bis etwa 1 %. Die Licht-, Witterungs- und Alterungsbeständigkeit lässt sich durch geeignete Einfärbung weiter optimieren. So führt etwa eine Schwarzeinfärbung mit Ruß zu einer stärkeren UV-Beständigkeit, während allerdings die Wärmealterungsbeständigkeit sinkt.

          Was die mechanischen Eigenschaften des Werkstoffs betrifft, ist Weich-PVC sehr zäh und dehnungsrissbeständig. Während das Material eine gute Abriebfestigkeit aufweist, ist die Einreißfestigkeit jedoch vergleichsweise niedrig. Spannungsrisse sind dank des hohen Verformungsvermögens indes nicht zu befürchten. Nichtsdestotrotz kann es durch Ausschwitzen des Weichmachers – etwa bei Kontakt mit organischen Lösemitteln und wässrigen Lösungen – zur Versprödung des Materials kommen. Weich-PVC besitzt außerdem ein hohes Dämpfungsvermögen, weshalb es durch die damit zusammenhängende Rückverformung sehr gut in der Lage ist, Stöße und Vibrationen aufzufangen.

          Die elektrischen Isoliereigenschaften von Weich-PVC sind gut, allerdings schlechter als die von Hart-PVC. Der Oberflächenwiderstand des Werkstoffs ist im mittleren Bereich angesiedelt, ebenso wie die Durchschlagfestigkeit. Bei speziellen Werkstoffeinstellungen, wie zum Beispiel Krevosol® 3842 kann für ESD-Anwendungen der elektrische Oberflächenwiderstand von 10^12 Ohm auf 10^7 Ohm reduziert werden. Die dielektrischen Verluste sind bei Weich-PVC allgemein hoch, dagegen besitzt es eine geringe Neigung dazu, sich elektrostatisch aufzuladen. Die Durchschlagsfestigkeit von ausgehärteten Plastisolen liegt bei ca. 15-25 kV/mm Materialdicke.

          Betrachtet man die chemische Beständigkeit, so ist diese bei Weich-PVC ebenfalls geringer als bei unplastifiziertem PVC. Gegenüber korrosiven Salzlösungen, mittel konzentrierten anorganischen Säuren ist der Werkstoff beständig, gegenüber Laugen jedoch nur in bedingtem Maße. Dies gilt auch für Benzin, Öle und Fette, die bei längerem Kontakt dazu führen können, dass das Material an Weichmacher verliert. Deshalb sollte auch bei Produkten wie z. B. Kappen und Formteilen beziehungsweise Spritzgussteilen aus Weich-PVCoder damit beschichteten Teilen darauf geachtet werden, dass diese bei der Montage oder bei der Anwendung nur mit solchen Oberflächen in Kontakt kommen, bei denen keine Weichmacherwanderung (Migration) zu befürchten ist, da die Weichmachermoleküle chemisch nicht an das Material gebunden sind.

          Dementsprechend sind für Kontakt mit Lebensmitteln, Kinderspielzeug und Bekleidung laut Lebensmittelgesetz nur bestimmte, höher siedende Weichmachertypen zugelassen. Spezielle Weich-PVC-Typen wie Krevosol® sind beispielsweise ideal für die Ummantelung und Beschichtung sowie zur Herstellung kundenindividueller Tauchteile, etwa für therapeutische Geräte und Krankenhauszubehör, aber auch für Kinderspielzeug und andere Anwendungen, in denen phthalatfreie Produkte gefragt sind. Zudem weist etwa Krevosol® 1649 eine sehr gute Beständigkeit gegenüber Desinfektionsmitteln auf, was insbesondere für den Einsatz im medizinischen und therapeutischen Bereich sehr relevant ist. Andere Krevosol-Typen besitzen hingegen eine höhere Ozon- beziehungsweise UV-Beständigkeit oder sind auf ESD-Anwendungen abgestimmt. Nicht zuletzt sind Tauchteile aus Weich-PVC auch optisch ästhetisch, da sie eine glänzende Oberfläche, keine Bindenähte aufweisen und in vielen verschiedenen Farben, Signalfarben und auch nachleuchtenden Farben hergestellt werden können.

          Welche Vorteile bietet Weich-PVC als Werkstoff?

          Ganzheitlich betrachtet ist Weich-PVC insbesondere aus wirtschaftlicher und praktischer Perspektive ein interessanter Werkstoff. Im Vergleich zu Materialien wie Glas, Metall und Keramik lässt es sich bereits bei niedrigen Temperaturen verarbeiten, wodurch bereits der Energieaufwand relativ gering ist. Produkte, wie zum Beispiel PVC-Tauchteile, aber auch Beschichtungen von Metallteilen lassen sich mit vergleichsweise wenig zeitlichem und finanziellen Aufwand in die Tat umsetzen und an die gewünschten Eigenschaften anpassen. In Anbetracht der Langlebigkeit ist Weich-PVC über den gesamten Lebenszyklus ein sehr wirtschaftliches Material.

          Das gilt etwa für Bodenbeläge, Kabel im Erd- und Außenbereich, Tapeten oder Dichtungsbahnen, die dank ihrer Pflegeleichtigkeit und Unempfindlichkeit auch geringere Betriebskosten verursachen als andere Werkstoffe. Hinzu kommt, dass sich Weich-PVC sehr einfach und unkompliziert handhaben lässt und die Arbeitsleistungen beim Umgang mit dem Material auf ein geringes Maß reduziert werden: beispielsweise Auskleidefolien, Bodenbeläge, Spanndecken oder Schutzfolien lassen sich schnell anbringen und verlegen und bedürfen keiner komplexen Nachbehandlung.

          Was sind Weichmacher in Weich-PVC?

          Im Allgemeinen dienen Weichmacher dazu, Kunststoffen Weichheit, Flexibilität, Geschmeidigkeit und Elastizität zu verleihen. Ohne Weichmacher wäre Weich-PVC nicht weich, sondern hart und spröde. Zudem sollen Weichmacher noch weitere Eigenschaften mitbringen, die sich auf das Material auswirken, z. B. Licht-, Temperatur- und Feuchtigkeitsbeständigkeit oder eine schwere Entflammbarkeit. Entweicht der Weichmacher, so schrumpft der Stoff und wird spröde, hart und unter Umständen auch rissig. Ist der weichmacherhaltige Stoff mit einem benachbarten Stoff in Kontakt, kann der Weichmacher migrieren, also in den anderen Stoff wandern. Dieser kann dadurch klebrig werden und sich verfärben.

          Den einen Weichmacher gibt es allerdings nicht. Tatsächlich existiert eine Vielzahl an Weichmachern, welche sich untereinander in vielerlei Hinsicht unterscheiden und daher auch behördlich unterschiedlich bewertet werden. Der am häufigsten eingesetzte Weichmacher ist Diisononylphthalat, kurz DINP, und gilt nach Einstufung der Experten aller EU-Mitgliedsländer als nicht bedenklich.

          Man unterscheidet zwischen niedermolekularen und hochmolekularen Weichmachern. Zu ersteren gehören unter anderem BBP, DBP, DEHP und DIBP. Hochmolekulare Weichmacher sind etwa DIDP, DINP und DPHP sowie auch Spezialweichmacher, Adipate, Polymerweichmacher auf Adipinsäurebasis, Terephthalate und andere Weichmacher außerhalb der Phthalat-Stoffgruppe. Heute kommen vorwiegend hochmolekulare Weichmacher zum Einsatz. Weichmacher sind oft Gegenstand von Diskussionen hinsichtlich gesundheitlicher Risiken, im Mittelpunkt steht dabei auch häufig ihr Phthalatanteil. Hier gilt es allerdings zu differenzieren: Ob eine gesundheitliche Gefährdung möglich ist, hängt vor allem davon ab, ob die Substanz dazu in der Lage ist, aus dem Produkt auszutreten und in den Körper zu gelangen – weniger von der Konzentration des Stoffes in einem Produkt. Grenzwerte und Beschränkungen halten jedoch den maximal erlaubten Anteil von Phthalat-Weichmachern im Rahmen.

          In Kosmetika, Lebensmittelverpackungen, Spielzeug, Babyflaschen und anderen Babyartikeln ist die Zugabe und Beimischung einiger Phthalate, z. B. BBP, DBP und DEHP generell verboten. Weich-PVC-Werkstoffe, wie zum Beispiel Krevosol® 1649 oder Krevosol® 3069, sind phtalatfrei und geeignet zur Herstellung von Tauchteilen für therapeutische Geräte, Krankenhauszubehör, Kinderspielzeug und phtalatfreien, biokompatiblen Produkten. Zudem sind beide Weich-PVC-Typen beständig gegenüber Desinfektionsmitteln, was insbesondere im medizinischen und therapeutischen Bereich von hoher Bedeutung ist.

          Wie wird Weich-PVC bzw. Plastisol hergestellt?

          Reines PVC ist sehr hart und spröde – schon vor dem Erreichen seiner Schmelztemperatur beginnt die Zersetzung des Materials. Um Weich-PVC zu erhalten, fügt man dem PVC-Pulver Stabilisatoren, Weichmacher sowie Gleitmittel und Pigmente hinzu, mit denen die später gewünschten Eigenschaften angepasst werden können. Durch den späteren Vorgang des Gelierens – also einem intensiven Löse- und Quellvorgang – kann das PVC-Pulver schließlich aufgeschlossen werden. Die Gelierung besteht im wesentlichen aus folgenden Schritten:

          • Vermischung von PVC-Pulver und Weichmacher
          • Anquellung
          • Eindickung
          • Vorgelierung
          • Ausgelierung

          Ungetempertes Plastisol ist bei Raumtemperatur eine flüssige, gieß-, spritz- und streichfähige Paste, die je nach Zusammensetzung über Wochen oder Monate lagerstabil bleibt ohne zu gelieren. Im ersten Schritt wird dazu das PVC-Pulver mit der Weichmacherflüssigkeit vermischt. Diese ungetemperte Paste reift bei maximal 40 °C, wobei der Quellungsvorgang eintritt: Der Weichmacher dringt ein und das PVC löst sich etwas im Weichmacher. Wird die Paste nun auf 60 °C erhitzt, dickt sie ein – ab etwa 100 bis 120 °C lösen sich die PVC-Partikel auf, während die Viskosität der Paste stark ansteigt. Bei Temperaturen von160 bis 180 °C sind PVC und Weichmacher schließlich homogen vermischt, es entsteht ein dauerhaft zähelastischer Werkstoff. Dieser Geliervorgang ist irreversibel.

          Wie werden Produkte aus Weich-PVC hergestellt?

          Unter den Produkten, die aus Weich-PVC hergestellt werden, ziehen wir in diesem Fall Schutzkappen als Beispiel heran, um die Herstellung von Weich-PVC-Produkten grob zu beschreiben. Solche Schutzkappen, ob als PVC-Rundkappeoder -Rechteckkappe, werden auch als Tauchkappen bezeichnet – und dies deutet bereits auf das Herstellungsverfahren hin: Das Tauchverfahren. Bei diesem werden formgebende Dorne aus Stahl oder Aluminium in flüssiges PVC-Plastisol getaucht. Der Vorteil des Tauchformverfahrens liegt klar im vergleichsweise simplen Prinzip, das in gewisser Weise an die Herstellung von Kerzen erinnert und außerdem ein nahtloses und optisch ansprechendes Produkt ermöglicht.

          Hierzu werden die Dorne zunächst auf eine bestimmte Temperatur vorgeheizt – die aufeinander abgestimmte Kombination von Temperatur des Dorns und der Eintauchzeit wirkt sich auf die Wandstärke der Tauchkappen aus. Deshalb kann es je nach Form des Dorns und der herzustellenden Kappe nötig sein, die Eintauchgeschwindigkeit während des Eintauchens entsprechend anzupassen, um ein möglichst gleichmäßiges Resultat zu erzielen. Nun erfolgt das Eintauchen in das flüssige Weich-PVC. Da dieses sehr temperaturempfindlich ist, setzt es sich an der heißen Oberfläche der eingetauchten Dorne fest. Wurden die Dorne mitsamt der anhaftenden PVC-Schicht nach der festgelegten Eintauchzeit aus dem Plastisol-Tauchbad entnommen, steht im nächsten Schritt ihre Aufheizung in Spezialöfen an. Dabei härtet die PVC-Schicht aus.

          Nach dem anschließenden Abkühlen im Wasserbad erfolgt das Ausformen oder Abziehen der Weich-PVC-Kappen von den Dornen. Bei komplexeren Formen, wie etwa Faltenbälgen, ist ein Vorhandensein von Restwärme von Vorteil, da diese das Ausformen erleichtert. Auf diese Weise erhält man ein Produkt, das im Inneren exakt die Form des Dorns abbildet. Nach diesem Prinzip erfolgt auch die PVC-Tauchbeschichtung beziehungsweise die Ummantelung von Metallteilen, allerdings ohne den abschließenden Schritt der Ausformung. Die Ummantelung mit PVC kann etwa dann vonnöten sein, wenn sich Weich-PVC-Rundkappen oder -Rechteckkappen aufgrund der Geometrie des zu schützenden Teils nicht (verliersicher) montieren lassen. Aber auch zum generellen Schutz von Oberflächen, wie etwa von Klinken, Hebeln, Griffen, Körben und vielen anderen Teilen, ist die PVC-Tauchbeschichtung eine bewährte Methode.

          Für bestimmte Anwendungsfälle kann auch das Aufbringen zweier Weich-PVC-Schichten sinnvoll sein, welche sich in puncto Härte, elektrischer Leitfähigkeit und Farbe voneinander unterscheiden können. Tritt dann etwa verschleißbedingt die erste auf dem Bauteil aufgebrachte Plastisolschicht zum Vorschein, so signalisiert dies, dass dieses Bauteil nun gegen ein neues ausgetauscht werden muss.

          Welche Vorteile hat die Herstellung von PVC-Teilen im Tauchverfahren?

          Das Tauchverfahren ist vor allem zur Herstellung von Tauchteilen in kleineren und mittleren Losgrößen eine kostenschonende Alternative zum Spritzgießen – sowohl bei geometrisch simplen Tauchkapppen als auch komplexeren Tauchteilen. Dies trifft aber insbesondere auch auf die Werkzeugkosten zu, die nur einen Bruchteil von Spritzgießwerkzeugen darstellen. Somit ist auch die Herstellung von Prototypen mit vergleichsweise wenig Kostenaufwand realisierbar. Ein weiterer Vorteil ist natürlich auch die Flexibilität des relativ simplen Verfahrens, die sowohl einen schnellen Nachschub als auch eine große Palette an Optionen hinsichtlich Formen und Farben bietet. Nachträgliche Anpassungen an Schutzkappen, etwa in der ersten Produktionsphase eines neuen Produkts, lassen sich im Vergleich zum Spritzgießen schneller und kostengünstiger in die Tat umsetzen.

          Tauchkappen und weitere Produkte aus Weich-PVC sowie damit beschichtete Bauteile weisen eine hohe Strapazierfähigkeit, vielseitige Materialeigenschaften und somit lange Lebensdauer auf, was sich ebenfalls positiv auf die Produktionskosten auswirkt. Da Tauchteile und Tauchbeschichtungen aus Plastisol keinerlei Nähte besitzen, sind sie auch in optischer Hinsicht eine ausgezeichnete Wahl. Hinzu kommt, dass sich sowohl kleine PVC-Kappen im Millimeterbereich als auch – viel Know-how und Fingerspitzengefühl vorausgesetzt – Tauchkappen mit über 1,50 Metern Längerealisieren lassen.

          Was ist bei der PVC-Tauchbeschichtung zu beachten?

          Typische Anwendungsbeispiele für PVC-Tauchbeschichtungen gibt es viele: Hebel, Haken, Rohschellen, Griffe, Wandhaken oder Körbe in der Galvanik. Generell ist die PVC-Beschichtung für Bauteile und Produkte fast aller Größen möglich. Da der zu beschichtende Gegenstand – ganz so wie der Dorn zur Herstellung von PVC-Tauchkappen – vor dem Eintauchen in das Plastisol-Bad erhitzt werden muss, sollte sichergestellt sein, dass dieser der nötigen Vor- und Aufheiztemperatur auch bedenkenlos ausgesetzt werden kann. Sind dickwandigere Beschichtungen von deutlich über zwei, drei Millimeter Stärke erforderlich, so ist auch eine stärkere Erhitzung des zu beschichtenden Teils notwendig. Es muss aber ebenfalls auch die notwendige Wärmespeicherkapazität besitzen, um ein zufriedenstellendes Beschichtungsergebnis zu erhalten.

          Das Teil aus Metall, Glas oder auch Kunststoff aus höher temperaturbeständigen Kunststofftypen wie z. B. PEEK muss in jedem Fall während des Beschichtungsvorgangs einer Aufheizphase über mehrere Minuten standhalten können, ohne dass Formgebung, Aussehen und mechanische Eigenschaften beeinträchtigt oder verändert werden. Um sicherzustellen, dass sich die Beschichtung untrennbar mit dem Teil verbindet, kann dieses zusätzlich mit einem Haftgrund behandelt werden – einem sogenannten Primer. Dieser sorgt dafür, dass nur noch eine mechanische oder thermische Überbeanspruchung die Beschichtung zerstören kann. Allgemein hängen die Toleranzen in puncto Wandstärke und Eintauchtiefe stark von der Geometrie des zu beschichtenden Teils ab. Daher können die Maßtoleranzen erst nach einer Probebeschichtung festgelegt werden.

          Welche Vorteile bietet die PVC-Tauchbeschichtung?

          Bei der Tauchbeschichtung mit Weich-PVC spielen Vorteile, wie etwa der hohe Gleitreibbeiwert der Oberfläche und die leicht und schnell zu reinigende Oberfläche glatter, glänzender Beschichtungen eine Rolle. Es lässt sich aber auch eine hautsympathische, matte Oberfläche mit Perlstruktur erzielen. Beschichtete Teile und Flächen werden vor Schmutz und Korrosion sowie gegen die Einwirkungen von Chemikalien und anderen Substanzen geschützt. Zudem bietet die PVC-Beschichtung bei mechanischer Beanspruchung Schutz vor Kratzern oder anderen Beschädigungen und beseitigt obendrein etwaige Gefahrenquellen wie scharfen Kanten.

          Die Oberfläche ist elektrisch isolierend und mit einem Oberflächenwiderstand von 10^7 Ohm ESD-fähig für die Verpackung oder den Transport von elektrischen Geräten. Bewegliche Teile wie Faltenbälge erhalten durch eine PVC-Type mit geringerer Härte außerdem mehr Flexibilität. Auch der Sicherheitsfaktor kann zum Tragen kommen: mit Signalfarben PVC-beschichtete Teile werden besser wahrgenommen. Für mehr Sicherheit bei Dunkelheit sind nachleuchtende PVC-Beschichtungen und Kappen empfehlenswert. Dies wird durch ein Farbpigment ermöglicht, das z. B. beschichtete oder ummantelte Teile wie Türgriffe oder Hebel bei Tageslicht milchig-weiß aussehen lässt, die Energie des Lichts aufnimmt und im Falle plötzlicher Dunkelheit – etwa bei einem Stromausfall – die Beschichtung grün leuchtet lässt. Das Farbpigment kann in phthalatfreien Werkstofftypen wie Krevosol® 1649 eingemischt werden, ist jedoch nicht kompatibel mit ESD-Anwendungen, da schwarze Farbe benötigt wird, um den notwendigen elektrischen Oberflächenwiderstand zu erzielen.

          Wo kommt Weich-PVC zum Einsatz?

          Dank der hervorragenden Materialeigenschaften findet Weich-PVC in vielen verschiedenen Branchen und Bereichen Anwendung, und das in allen erdenklichen Formen. Kabel und Leitungen mit Ummantelungen und Isolierungen aus Weich-PVC bilden hierbei die größte Produktgruppe. Im Automobilbereich müssen derlei Kabelsätze beispielsweise hohe mechanische Belastungen aushalten und zugleich auf engstem Raum die Funktion komplexer Vorgänge gewährleisten. Weich-PVC-ummantelte beziehungsweise isolierte Kabel finden sich außerdem in der Energieversorgung, in der Nachrichtenübertragung, im industriellen Bereich zur Funktionssteuerung oder als Spezialkabel in chemischen Anlagen. Schrumpfschläuche und Isolierbänder kommen im elektrotechnischen Bereich ebenfalls zum Einsatz.

          Im Bauwesen ist Weich-PVC als Fußbodenbelag, Drahtummantelung, Dach- oder Bautenschutzfolie, als Randleisten, in Spanndecken, zur Beschichtung von Türgriffen sowie auch als Fenster- oder Türendichtung gefragt. In der Landwirtschaft sind sie zumeist in Form von Schläuchen oder Silo- und Abdeckfolien zu finden. Des Weiteren werden auch in der Möbelindustrie Kunstlederbezüge, Dekorfolien zur Oberflächenveredelung oder Zierprofile aus Weich-PVC verwendet. Darüber hinaus eignet sich Plastisol sehr gut für Auskleidungen und Beschichtungen, zum Beispiel um Werkzeuggriffe und andere Metallteile vor Beschädigungen oder Korrosion zu schützen.

          Transparente Ausführungen, etwa Display-Abdeckungen oder Schläuche in der Lebensmitteltechnik, lassen sich ebenso realisieren wie Produkte und Beschichtungen mit Perlstruktur-Optik. Letztere verleiht diesen eine griffigere Oberfläche und wertet das optische Erscheinungsbild auf. Schutzkappen aus Weich-PVC schützen darunter befindliche Teile und Oberflächen vor Verschmutzung, Korrosion oder Beschädigungen und isolieren diese elektrisch.

          Im Medizin- beziehungsweise Medizintechnik-Bereich begegnet man Weich-PVC in Form von Einmalhandschuhen, Schläuchen oder flexiblen Behältnissen, wie leicht sterilisierbaren Infusions-, Dialyse- und Blutbeuteln. Weitere Anwendungs- und Produktbeispiele reichen außerdem von Förderbändern, Transportbehältern, Schuhsohlen, Vorhängen, Schwenk- und Pendeltüren bis hin zu Saugfüßen, Platten, Dämpfungselementen oder als Unterbodenschutz im Automobilbau.

          PVC-Tauchteile als Lackierschutz stellen außerdem eine in puncto Zeit- und Kostenaufwand interessante Alternative zum Abkleben mit Klebebändern dar. Dies ist insbesondere bei komplizierteren Geometrien des zu schützenden Objektes der Fall. Ein Lackierschutz als PVC-Tauchteil passt detailgenau auf das zu schützende Teil und erfüllt seine Schutzfunktion hier in vollem Umfang – auch gegen Beschädigungen und Verschmutzungen. Es kann ebenso leicht wieder abgezogen beziehungsweise wieder aufgebracht und wiederverwendet werden, sodass insgesamt auch weniger Abfall entsteht.

          Unser größter Ansporn? Zufriedene Kunden!

          KREMER GmbHGummi, Kunststoff, FertigungstechnikAnonym hat 4,59 von 5 Sternen267 Bewertungen auf ProvenExpert.com
          KREMER GmbH
          Proven Expert Badge 2019
          Proven Expert Badge 2020
          Proven Expert Badge 2021