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Beschichtete O-Ringe

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Sie haben noch Fragen? Unsere Fachberater für O-Ringe helfen Ihnen gerne weiter!

Ideal zur automatischen Montage und Zuführung

Sie benötigen beschichtete O-Ringe? Es gibt viele Gründe, weshalb eine Beschichtung nötig ist: Von der geforderten fett- und schmiermittelfreien O-Ring-Oberfläche über die industrielle Verarbeitung in Großserien mit vollautomatischer Montage und Zuführung bis hin zu dynamischen Anwendungsfällen oder LABS-Freiheit. So vielfältig wie die Einsatzbereiche von beschichteten O-Ringen sind auch die Möglichkeiten zur Beschichtung, wie zum Beispiel:

  • PTFE-Beschichtung
  • Polysiloxan-Beschichtung (Silikonharz)
  • Plasmareinigung („LABS-frei“)
  • Fluorieren
  • Silikonisieren
  • Talkumieren (Mikrotalkumieren)
  • Grafitieren silbrig glänzend
  • Molykotieren (MoS2 in Pulverform)

Sie wissen bereits, welche Art O-Ring-Beschichtung Sie benötigen oder möchten sich beraten lassen, um die zu 100% richtige Variante zu erhalten? In beiden Fällen sind Sie beim Team von KREMER richtig. Lassen Sie uns über Ihre Anforderungen und Spezifikationen sprechen und klären, welche O-Ring-Beschichtung sowohl in qualitativer als auch wirtschaftlicher Hinsicht die Richtige für Sie ist!

Zahlen – Daten – Fakten

Informatives aus dem Hause KREMER

3.627

Icon: Anzahl gelieferter O-Ring-Abmessungen

Anzahl gelieferter O-Ring-Abmessungen

190.000.000

Icon: Stückzahl gelieferter O-Ringe

Stückzahl gelieferter O-Ringe

6,1 %

Icon: Umsatzanteil größter Kunde

Umsatzanteil größter Kunde

154

Icon: Anzahl Zulieferanten

Anzahl Zulieferanten

O-Ring-Beschichtungen: deshalb zu Kremer

3 Gute Gründe, weshalb Sie sich für KREMER entscheiden sollten

Aufzählungszeichen 1

Fachkompetenz

Kommunikation unter Fachleuten auf Augenhöhe

Wenn es um beschichtete O-Ringe geht, dann erwarten Sie von Ihrem Lieferanten, dass dieser Ihre Anforderungen versteht. Sie möchten sich aber auch voll und ganz auf die Fachexpertise Ihres Ansprechpartners verlassen können und sichergehen, dass Sie dank dessen langjähriger Erfahrung die bestmögliche Beratung in puncto O-Ring-Beschichtung erhalten.

Genau das ist bei KREMER der Fall. Wir betreuen weltweit Kunden aus verschiedensten Branchen und Industriezweigen und kennen die vielfältigen Anforderungen an beschichtete O-Ringe und ihre Einsatzgebiete im Detail. Daher ist unser Team sowohl dazu in der Lage, Sie bei Bedarf umfassend zu beraten als auch das technisch Machbare mit dem wirtschaftlich Sinnvollsten bestmöglich zu verbinden.

Aufzählungszeichen 2

Schnelligkeit

Schnelles Angebot – schnelle Lieferung

Auch bei der der Beschaffung von beschichteten O-Ringen gilt: Zeit ist Geld. Eine schnelle Verfügbarkeit spielt ebenso häufig eine wichtige Rolle, wie auch ein schnelles Angebot. Dank unseres großen Netzwerks und dem direkten Draht zu unseren Partnern und Lieferanten, wissen wir genau, auf wen wir uns verlassen können, wenn es um eine schnelle Lieferung Ihrer beschichteten O-Ringe geht.

Mit Kenntnis über die Details Ihrer Anwendung können wir schnell kalkulieren und Ihnen ebenso schnell Ihr individuelles Angebot zukommen lassen. Falls uns noch Informationen fehlen sollten, kommen wir innerhalb von 24 Stunden auf Sie zu und klären die offenen Fragen, die wir für Angebot und Lieferung Ihrer beschichteten O-Ringe maßgeblich sind.

Aufzählungszeichen 3

Höchste Standards

Keine Kompromisse in puncto Qualität

Neben Know-how, Liefertreue und Schnelligkeit steht vor allem die Qualität im Vordergrund, wenn es um beschichtete O-Ringe geht. Wir wissen, dass unsere Kunden in dieser Hinsicht oft sehr strenge Spezifikationen einhalten müssen – sei es im Hinblick auf LABS-Freiheit, Lagerfähigkeit oder Lebensmittelechtheit.

Es ist für uns selbstverständlich, dass nur diejenigen Zulieferer für KREMER in Frage kommen die unseren aber auch den hohen Anforderungen unserer Kunden gerecht werden. Unsere Partnerschaften mit Lieferanten basieren auf langjährigem Vertrauen, wobei ebenso die Zufriedenheit unserer Kunden ein Gradmesser ist. Darüber hinaus sind wir nach ISO 9001:2015 zertifiziert und wählen unsere Zulieferer auch nach ökologischen und ethischen Maßstäben aus.

Anfrage beschichtete O-Ringe

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Beschichtete O-Ringe: Weitere Informationen

Wissenswertes über die Beschichtung der Dichtungselemente

Warum werden O-Ringe beschichtet?

Der Grund, weshalb ein O-Ring beschichtet wird, hängt unmittelbar mit der Art der Beschichtung ab. Einer der häufigsten Anwendungsfälle ist die Erleichterung des Montagevorgangs durch Reibungsreduzierung. Auch wenn diese per se auch mit klassischen Schmierstoffen wie Ölen und Fetten möglich wäre, so kommt dies nicht in allen Bereichen in Frage – etwa, wenn die Oberfläche der Dichtung zwingend sauber, trocken- schmiermittel- oder gar LABS-frei bleiben muss.

Da in einer O-Ring Beschichtung Festschmierstoffe gebunden sind, erfüllt sie nicht nur diese Sauberkeitskriterien, sie reduziert ebenso die Gleit- und Haftreibungswiderstände gegen Gleitreibpartner, ohne dass mechanisch-physikalische Kennwerte verändert werden. Das ist nicht nur in der O-Ring-Montage von Vorteil, sondern auch generell in der automatisierten Fertigung, sowie auch in dynamischen Vorgängen.

Gerade hier ist die Reduktion von Stick-Slip-Effekten (auch als Haftgleiteffekt oder Reibschwingung bekannt) essenziell. Neben dem Ruckgleiten werden dabei durch die O-Ring-Beschichtung auch Quietschgeräusche sowie der frühzeitige Verschleiß bei stärker beanspruchten Teilen verhindert.

Die Annahme, dass O-Ringe beschichtet werden könnten, um die Permeation von Flüssigkeiten und Gasen zu reduzieren ist nicht haltbar. Zwar verstärkt eine geschlossene Beschichtung der Oberfläche eines O-Ringes die Sperrwirkung gegenüber flüssigen und gasförmigen Medien mit ansteigender Schichtdicke, dennoch ist bei einer Schichtdicke von durchschnittlich 3-12 µm dieser Effekt im eingebauten, also unter Zugspannung stehenden O-Ring, kaum messbar ausgeprägt. Unter Zugspannung werden Mikrorisse an der ohnehin nur dünnen Beschichtung entstehen, die der Permeation von Flüssigkeiten und Gasen keinen Widerstand leisten kann. So bleibt ein O-Ringwerkstoff, der vor der Beschichtung unbeständig gegen Öle ist auch noch nach einer Beschichtung unbeständig und wird weiterhin bei Kontakt mit Öl aufquellen.

Die Beschichtung von O-Ringen – etwa mit Gleitlacken als sogenannte Trockenschmierung – wird in der Regel als automatisierte Massenteilbeschichtung durchgeführt, z. B. im Tauch-, im Sprüh- oder Trommelverfahren. Dadurch lassen sich große Mengen an O-Ring-Dichtungen zuverlässig sowie zeit- und kostensparend beschichten. Um bei diesem Beispiel zu bleiben: Der gleichmäßige, fest haftender PTFE-Anteil mit einer Schichtdicke von wenigen µm erleichtert ebenso das Vereinzeln in automatischer Zuführung, da er wie eine Trennschicht wirkt und so ein Verkleben der O-Ringe verhindert. Die Beschichtung ist besonders bei der vollautomatischen Montage von O-Ringen zu empfehlen, die aufgrund der Mengensituation insbesondere bei Anwendungen für die Automobilindustrie infrage kommt.

Apropos Automobilindustrie: Hier müssen O-Ringe zum Teil auch frei von lackbenetzungsstörenden Substanzen – kurz: LABS-frei – sein. Einige Elastomere, Zuschlagstoffe und somit Rezepturbestandteile von Gummimischungen können nämlich Stoffe enthalten, die sich benetzungsstörend beim Lackierungsvorgang von Autokarosserien auswirken können. Daher werden diese O-Ringe einer Plasmareinigung unterzogen, um sie von den unerwünschten Substanzen zu befreien.

Welche O-Ring-Beschichtungen gibt es?

So unterschiedlich die Anforderungen an einen O-Ring, so unterschiedlich sind auch die Arten der Beschichtungen. Hier kommt es auf die jeweiligen Kriterien an, unter denen O-Ringe zum Einsatz kommen sollen. Ist in erster Linie eine Reibungsreduzierung gefragt? Soll die Geräuschentwicklung reduziert werden? Wird eine erleichterte Vereinzelung gefordert, um sie vollautomatisch funktionierenden Montageanlagen zuführen zu können? Oder sollen farbige Beschichtungen Montage- bzw. Greiffehler vermeiden beziehungsweise die optische, automatische Kontrolle am Einbauort ermöglichen?

Für all diese und weitere Einsatz- und auch Lagerkriterien stehen die passenden Beschichtungen zur Verfügung, zum Beispiel:

  • PTFE-Beschichtung
  • Polysiloxan-Beschichtung (Silikonharz)
  • Plasmareinigung („LABS-frei“)
  • Fluorieren
  • Silikonisieren
  • Talkumieren (Mikrotalkumieren)
  • Grafitieren silbrig glänzend
  • Molykotieren (MoS2 in Pulverform)

Im Folgenden gehen wir auf die einzelnen Beschichtungsarten für O-Ringe im Detail ein:

PTFE-Beschichtung

Das Kürzel PTFE steht für Polytetrafluorethylen. Es ist ein vollfluoriertes Polymer, für welches mitunter auch der Handelsname Teflon® des Unternehmens DuPont verwendet wird. Aufgrund seiner Eigenschaften wird es neben vielen anderen Anwendungsgebieten auch für die Beschichtung von O-Ringen verwendet. Zum einen ist es aufgrund der besonders starken Bindung zwischen den Kohlenstoff- und Fluoratomen sehr reaktionsträge. Zum anderen haben PTFE-Beschichtungen einen sehr geringen Reibungskoeffizienten, während die Haftreibung genau so groß ist, wie die Gleitreibung, was Slip-Stick-Effekte vermeidet. Außerdem haftet PTFE sehr gut auf der Oberfläche des Elastomers.

Die Beschichtung selbst kann in verschiedenen Farben als PTFE-Gleitlack aufgebracht werden. Abhängig von der Schichtdicke besitzen PTFE-Beschichtungen eine elastische Oberfläche, wobei auch dünne Schichten sehr abriebfest sind. Im Laufe der Zeit setzen sich PTFE Teilchen in der Oberfläche des Gleitpartners ab, was für einen dauerhaft niedrigen Reibungswinkel sorgt. PTFE-beschichtete O-Ringe lassen sich leicht montieren sowie automatisch verarbeiten und sind dauerhaft vereinzelt.

Polysiloxan-Beschichtung

Bei der Beschichtung mit Polysiloxan handelt es sich um einen wasserverdünnbaren Einkomponenten-Gleitlack aus Silikonharz mit Grafitanteilen. Das Resultat zeigt sich in einer besonders glatten, geschmeidigen Oberfläche, die hervorragend für automatische Montagevorgänge geeignet ist – nicht zuletzt auch wegen der reduzierten Einpresskräfte. Auch bei geringen dynamischen Anwendungen bietet die Polysiloxan-Beschichtung ausreichende Trockenschmierungseigenschaften. Sie zeigt außerdem eine hervorragende Haftung auf der O-Ring-Oberfläche, die dank der Transparenz farblich erkennbar bleibt.

„LABS-frei"

Die Bezeichnung „LABS-frei“ steht für „frei von lackbenetzungsstörenden Substanzen“. Solche Substanzen, z.B. Silikone, können an der Oberfläche von O-Ringen anhaften und negative Auswirkungen beim Einsatz haben, etwa in der Automobilindustrie. Hier würden sie schon in geringsten Mengen einen gleichmäßigen Lackauftrag auf der Rohkarosserie verhindern und Beschichtungsfehler, wie z. B. Krater verursachen. Eine oberflächliche Reinigung reicht hierbei meist nicht aus, weshalb dem O-Ring alle lackbenetzungsstörenden Substanzen durch ein spezielles Reinigungsverfahren entzogen werden.

Dies geschieht etwa durch die Beaufschlagung der O-Ringe durch Plasma, nachdem sie zuvor einer gründlichen Nassreinigung unterzogen wurden. Bei der Plasmareinigung bzw. Plasmaaktivierung – ein im Niederdruck stattfindender Prozess – wirkt ein Zusammenspiel von UV-Strahlung, Prozessgas, Gaszufuhr und -absaugung. Silikonhaltige Substanzen werden dabei in flüchtige und nicht flüchtige Bestandteile umgewandelt und abgeführt. Da es sich hierbei um einen trockenen Prozess handelt, fallen keine zu entsorgenden Reaktionsprodukte an. Die Adhäsionsfähigkeit und Benetzungsfähigkeit der O-Ring-Oberfläche werden bei diesem Vorgang erhöht. Anschließend werden die O-Ringe maschinell mit dem jeweiligen Gleitlack beschichtet.

LABS-freie O-Ringe müssen äußerst sorgfältig gehandhabt werden, um eine erneute Kontaminierung zu vermeiden. Hilfreich ist zum Beispiel die Verwendung LABS-freier Handschuhe und die Lagerung in speziell dafür geeigneten Verpackungen. LABS-freie O-Ringe erfüllen unter anderem die VW Prüfspezifikation 3.10.7 und sind ebenfalls sehr gut zur automatischen Montage geeignet.

Fluorieren

Eine Fluorierung ist per se keine Beschichtung, sondern eine chemische Reaktion, bei der die Oberflächeneigenschaften der allerobersten O-Ring-Materialschicht nachhaltig verbessert werden, ohne Beeinträchtigung der eigentlichen Werkstoffeigenschaften. Hierzu wird die Oberfläche der O-Ringe einem Fluorgemisch ausgesetzt. Die Eindringtiefe der Fluoratome liegt im molekularen Bereich und kann noch in der Einheit Anström gemessen werden.

Die Fluorierung bewirkt eine erhebliche Reduktion der Gleitreibung und Anhaftung, was Stick-Slip-Effekte und Quietschgeräusche bei dynamischen Anwendungen verhindert. Da fluorierte O-Ringe besser zu vereinzeln sind, ist der Einsatz von Silikonölen, Talkum und anderen Trennmitteln überflüssig. Diese Eigenschaften bleiben auch beim Reinigen und Sterilisieren langzeitstabil. Zudem wirkt sich diese Art der Beschichtung positiv auf die Sauberkeit von O-Ringen aus, da Schmutzpartikel nicht an der fluorierten Oberfläche anhaften.

Silikonisieren

Das Silikonisieren ist eine kostengünstige O-Ring-Beschichtung, die im Trommelverfahren aufgebracht wird. Beim Silikonisieren werden die O-Ringe transparent mit einem auf Silikonöl basierenden Schmierstoff beschichtet. Diese Silikonemulsion vermindert die Montagekräfte, verbessert die Gleiteigenschaften, haftet gut und verleiht den O-Ringen eine geschmeidige Oberfläche. Da die Beschichtung mit Silikonöl in den O-Ring-Werkstoff eindringt und zusehends abtrocknet, lässt die Gleiteigenschaft nach und die Oberfläche neigt zum Verkleben. Sie ist nicht zur automatischen Vereinzelung geeignet.

Talkumieren

Zum Talkumieren von O-Ringen wird feinstes Talkumpulver im Trommelverfahren auf die Oberfläche aufgebracht. Diese Beschichtungsart ermöglicht zwar eine sehr einfache, automatische Vereinzelung und Montage, allerdings ist die Abriebfestigkeit gering, was zur Verunreinigung des Zuführsystems und der Baugruppe führen kann, in dem die O-Ringe eingesetzt werden.

Grafitieren

Das Grafitieren bzw. Graphitieren verhindert einerseits ein Verkleben beziehungsweise hebt die Klebeneigung der O-Ringe auf, andererseits verbessert es deren Gleiteigenschaften und erleichtert die Montage. Bei dieser Beschichtungsart kommt Graphitpulver zum Einsatz, welches auf die Oberfläche der O-Ringe aufgetrommelt wird.

Molykotieren

Der Begriff der „Molykotierung“ setzt sich aus den englischen Wörtern „molybdenum (disulfide)“ für Molybdänsulfid und „coating“ für Beschichtung zusammen. Die im Trommelverfahren aufgebrachte Beschichtung mit Molybdänsulfid- (MoS2-) Pulver verbessert deutlich die Gleiteigenschaften von O-Ringen und verhindert ein Verkleben, sodass auch dieses Verfahren eine automatische Vereinzelung und Montage erleichtert. Da die Abriebfestigkeit der Beschichtung gering ist, kann diese eine Verschmutzung des Systems zur Folge haben. Diese Art der Beschichtung ist heute nicht mehr Stand der Technik.

Wann und warum müssen O-Ringe LABS-frei sein?

Vor allem in Lackierprozessen kommt es auf größtmögliche Sauberkeit an, und das betrifft alle Bauteile, die hierbei im Einsatz sind. Um beim Beispiel des Automobilbereichs zu bleiben: Nicht nur die Teile, die lackiert werden sollen, müssen den hohen Sauberkeitsanforderungen genügen und frei von Verschmutzungen sein, die einen gleichmäßigen Lackauftrag unmöglich machen, sondern auch alle im Lackierbetrieb verwendeten Produkte und Stoffe.

Eine direkte oder indirekte Kontamination mit lackbenetzungsstörenden Substanzen, kurz LABS, ist also unbedingt zu vermeiden, wenn der Lackauftrag einwandfrei sein soll. Wichtig: Wie schädigend die Wirkung der Verunreinigungen ist, hängt stark davon ab, inwiefern das eingesetzte Lacksystem, die zu lackierende Oberfläche und die allgemeinen Umgebungsbedingungen miteinander wechselwirken. Ohne die Randbedingungen einzubeziehen, kann daher nicht von einer pauschalen LABS-Freiheit eines Produkts gesprochen werden.

Wie äußern sich Fehler auf Lackoberflächen durch LABS?

Die wohl auffälligsten Folgen durch LABS sind punktuelle oder trichterförmige Vertiefungen – sogenannte Krater. Im Mittelpunkt solcher Krater ist der zu lackierende Untergrund nicht vollständig von Lack bedeckt. Das hat nicht nur ästhetische Nachteile, sondern auch funktionelle – etwa, wenn der Lack auch aus Gründen des Korrosionsschutzes aufgetragen wird. Lackierte Oberflächen, die Krater aufweisen, müssen in dieser Folge entweder aufwändig abgeschliffen, gesäubert und erneut lackiert oder – je nach Ausprägung des Kraters – gleich entsorgt werden.

Lackverarbeitende Betriebe und Produktionsstätten stellen daher sehr hohe Anforderungen an die Sauberkeit von Zulieferprodukten wie O-Ringe, um die etwaigen Folgekosten durch Verunreinigungen auf ein Minimum zu reduzieren. Vor allem Automobilhersteller und Lackverarbeiter haben hierzu Spezifikationen erstellt, in denen Methoden zur Überprüfung der LABS-Freiheit von Bauteilen festgehalten sind. Nicht selten sehen sich Zulieferer daher mit sehr strengen und unterschiedlichen Anforderungen an die Prüfung der LABS-Freiheit ihrer Produkte konfrontiert und müssen häufig gleich mehrere Spezifikationen auf ein Bauteil anwenden.

Welche lackbenetzungsstörende Substanzen gibt es?

Es gibt eine Vielzahl an Substanzen, die lackbenetzungsstörend wirken, darunter unter anderem:

  • Trenn-, Zieh- und Gleitmittelreste
  • Betriebs- und Hilfsmittel
  • Weichmacher
  • Reste von Körperpflegeprodukten (Handcreme, etc.)

Eine vollständige, allgemeingültige Auflistung aller LABS ist unmöglich. Sicher ist: Schon eine sehr geringe Menge davon kann zu Benetzungsfehlern in der Lackierung führen.

KREMER Berechnungstools

Toleranz- und Einbauberechnungen und Lagerbestand-Schnellsuche

O-Ring Toleranzberechnung

Bei der Toleranzberechnung für O-Ringe handelt es sich um ein einfaches Berechnungsprogramm für die Toleranzen von O-Ringen. Bei vielen Anwendungen sind diese Toleranzen sehr eng gesteckt. Die Montierbarkeit und Dichtfunktion von O-Ringen aus Elastomeren sind in starkem Maße von den Toleranzen der Innendurchmesser und der Schnurstärke abhängig. Diese beiden Parameter berücksichtigt unser Programm und Sie erfahren mit wenigen Klicks die Toleranzangaben für den Innendurchmesser und die Schnurstärke für jede beliebige O-Ring Abmessung. Berechnet wird die Toleranz nach DIN ISO 3601-1:2013-11 Klasse B.

O-Ring Einbauberechnung

Eine optimale Funktionsfähigkeit der O-Ringe kann nur dann gewährleistet werden, wenn die O-Ring-Nutabmessung präzise ermittelt wurde. Nur dann dichten die O-Ringe perfekt. KREMER hat für Sie ein Einbau-Berechnungstool entwickelt, das Sie bei der Berechnung der O-Ring Nut-Maße unterstützt. Sie können es für alle erdenklichen O-Ring-Abmessungen einsetzen.
Mit unserem Programm können wir Ihnen für die schnelle Recherche nur allgemeine Richtwerte für die Nut-Abmessung oder die O-Ring Maße geben. Im konkreten Einzelfall sind weitere Einflussfaktoren einzubeziehen.

Beeinflussungsfaktoren der O-Ring Berechnung

Bitte berücksichtigen Sie bei Ihrer Konstruktion die Faktoren, die zu erheblichen Abweichungen der errechneten Werte führen können:

  • der Kontakt zu Medien (Öle, Fette, Säuren, …)
  • die Einsatztemperatur

Die Funktionsfähigkeit eines O-Ringes können wir am besten ermitteln und berechnen, wenn die spätere Verbausituation mit allen begleitenden Anforderungen schon bei der Anfrage des O-Ringes und der Ermittlung der Planungsdaten geklärt ist. Unser Anwendungsbeispiel zeigt sehr deutlich wie wichtig die Angaben sind.

Unsere Empfehlung: Ermitteln Sie die exakten Berechnungswerte vor der Anfrage und geben den Einbauzweck an die Experten bei KREMER weiter, damit unsere Fachberater mit ihrem Wissen möglicherweise noch optimieren können.

Haftungsauschluss

Die KREMER GmbH übernimmt keinerlei Gewähr für die Richtigkeit der Angaben und Eignung im konkreten Anwendungsfall des Anwenders und haftet auch nicht für Schäden, die aus einer Nichtbeachtung dieses Hinweises resultieren.

Korrekte Nutzung der Einbauberechnung

Wählen Sie bitte entweder

  • die Schnurstärke Ihres O-Ringes aus oder
  • die Nutbreite oder
  • die Nuttiefe Ihres statischen Anwendungsfalles (Flanschdichtung, Stangendichtung, Kolbendichtung).

Wenn Sie einen dieser Werte eingeben, passen sich die anderen Werte entsprechend automatisch an. So erhalten Sie dann die optimalen Abmessungen.

O-Ring Lagerbestand Schnellsuche

Individuelle Fertigung nach Ihren Anforderungen

Wir fertigen unsere Produkte genau so, wie Sie sie brauchen. Deswegen gibt es bei KREMER keinen Lagerbestand. Fast keinen Lagerbestand: Denn bei O-Ringen haben wir Standardabmessungen und Restmengen für Sie jederzeit kurzfristig verfügbar. Für alle anderen Produktbereiche gilt: Fragen Sie uns an!

Gerne machen wir Ihnen ein Angebot entsprechend Ihrer Anforderungen und liefern die gewünschten Produkte und Mengen zu Ihrem Wunschtermin, wenn möglich.

Schnellsuche O-Ringe

Unser Schnellsuche-Tool für O-Ringe informiert Sie sofort, ob die von Ihnen gewünschte Abmessung als Standardabmessung zur Verfügung steht.

O-Ring Mess- und Sortiereinrichtungen

Härtemessung – ausgereiftes Qualitätsmanagement für O-Ringe

Die Härtemessung von O-Ringen erfolgt nach Shore A, Micro-Shore oder IRHD (International Rubber Hardness Degree). KREMER hat sich für die lasergestützte Micro-Shore Härtemessung entschieden, da unsere Kunden die Härte des fertigen O-Ringes und nicht die Härte nach Shore A der 6mm dicken Materialprüfplatte dokumentiert sehen möchten.

Die Anforderungen an die Oberflächenstruktur von O-Ringen werden immer anspruchsvoller. Neben einer Miniaturisierung von Bauteilen unterliegen die Oberflächenstrukturen von O-Ringen auch einer zunehmenden Funktionalisierung.

Nach DIN 3771 sind O-Ringe kontaktlos und damit zerstörungsfrei zu messen. Das gilt für die Abmessung der O-Ringe als auch für Fehlermerkmale der Oberflächen.

KREMER greift auf berührungslose, opto-elektronische Mess- und Sortiereinrichtungen zurück, die sehr genaue Daten liefern und eine Vielzahl qualitätsrelevanter Parameter auswerten. Die Qualitätskontrolle kann durch die optische Messung auch einwandfrei dokumentiert werden.

Die optisch-elektronischen Mess-Einrichtungen gewährleisten äußerst genaue Messungen und die Realisierung einer Sortierung von vorher klar definierten Merkmalen. Nur so können Gut- von Schlechtteilen mit einer Null-Fehlerquote getrennt und den Forderungen nach PPM-Raten, z. B. der Automobilzulieferindustrie, nachgekommen werden.

Unser größter Ansporn? Zufriedene Kunden!

KREMER GmbHGummi, Kunststoff, Fertigungstechnik hat 4,60 von 5 Sternen230 Bewertungen auf ProvenExpert.com
Proven Expert Badge Top Dienstleister 2019
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